Einheitsgemeinde Kalbe verlor im Jahr 2011 94 Einwohner / Cheinitz und Klein Engersen mit Roter Laterne

Moderater Einwohnerrückgang 2011

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Blick vom Petersberg nach Kalbe: Die Einheitsgemeinde hat in den vergangenen zwölf Monaten erneut an Bevölkerung verloren.

Kalbe. Die Einheitsgemeinde Kalbe kann in Bezug auf ihre Bevölkerungsentwicklung auf ein relativ stabiles Jahr zurückblicken. Die Tendenz bleibt im Großen und Ganzen aber negativ.

Alle neu hinzugewonnenen Ortsteile inbegriffen verlor Kalbe im vergangenen Jahr 94 Einwohner und schrumpfte damit von 8 670 auf 8 576 Einwohner, ein Verlust von gut einem Prozent. Ein Unterschied zwischen der Kernstadt und den Ortschaften ist dabei nicht feststellbar. So büßte die Mildestadt selbst zwar 36 Einwohner und damit 1,4 Prozent ihrer Bewohner ein. Damit rangiert sie aber weder deutlich oberhalb noch klar unterhalb des Durchschnitts der Ortschaften auf dem Gebiet der Einheitsgemeinde (-1,54 Prozent).

Unter den Ortsteilen lassen sich allerdings einige Gewinner und Verlierer ausmachen. So legte Neuendorf am Damm in den vergangenen zwölf Monaten von 98 Einwohnern um immerhin zehn auf 108 Bürger zu. Auch wegen seiner geringen Gesamtgröße erzielte das Dorf damit den größten prozentualen Zuwachs aller Ortschaften auf dem Gebiet der Einheitsgemeinde – immerhin ein Plus von 10,8 Prozent. Deutlich zulegen konnten daneben beispielsweise Kahrstedt, Bühne und Altmersleben. Der zahlenmäßig höchste Bevölkerungszuwachs der Kommune war dabei in Kahrstedt zu verzeichnen. Ausgehend von 144 Einwohnern am 1. Januar 2011 legte der Ort auf 156 Einwohner am 31. Dezember 2011 (+12) zu.

Konnten einige Ortschaften deutlich an Einwohnern hinzugewinnen, so schrumpften andere Ortsteile spürbar. Prozentual am deutlichsten verlor Cheinitz, das von 112 Einwohnern auf 103 und damit um etwas mehr als acht Prozent schrumpfte. Hohe Verluste in Bezug auf ihre Gesamtgröße mussten daneben auch Klein Engersen (-7,4 Prozent), und Vietzen (- 6 Prozent) einstecken.

Zahlenmäßig verlor nach der Mildestadt die Ortschaft Badel am deutlichsten. Hier verringerte sich die Einwohnerzahl um 14 von 309 auf 295 (- 4,5 Prozent). Ähnlich hohe Schrumpfungsprozesse gab es auch in Jeetze (-12 -3,4 Prozent), Engersen (-11; -2,2 Prozent) und Kakerbeck (-10; -1,5 Prozent).

Auch wenn die Zahlen für 2011 auf den ersten Blick nicht dramatisch ausfallen – bedenklich ist, dass die Zahl der Sterbefälle (124), jene der Geburten (49) um das Anderthalbfache übersteigt.

Darüber hinaus ist der Bevölkerungsrückgang nicht allein durch die niedrige Geburtenzahl erklärbar. Die von der Stadt vorgelegten Zahlen lassen den Schluss zu, dass die Abwanderung aus der Einheitsgemeinde anhält.

Von Alexander Walter

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