Zukunft im kommenden Jahr aber ungewiss

Mobile Jugendarbeit startet in Kalbe wieder durch

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Doreen Roese (3. von links) ist seit Anfang Juli mit dem Kleinbus der mobilen Jugendarbeit in den Ortschaften der Einheitsgemeinde Kalbe unterwegs. Die Zukunft des Projektes ist aufgrund der auslaufenden Förderung aber noch nicht sicher.

Kalbe. Man will wieder durchstarten mit der mobilen Jugendarbeit, so Volkmar Erl. Der Leiter des Jugendfreizeitzentrums „Kroko“ in Kalbe, das in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt ist, hat seit dem 1. Juli Unterstützung für dieses Vorhaben.

Doreen Roese ist nun immer donnerstags in vielen Ortschaften der Einheitsgemeinde Kalbe mit dem Kleinbus der mobilen Jugendarbeit unterwegs. Doch bei allem Enthusiasmus besteht auch die Sorge, dass es die mobile Jugendarbeit im kommenden Jahr gar nicht mehr geben könnte.

Das Projekt „Mobile Jugendarbeit“ wird über das Programm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Doch die Förderphase läuft am 31. Dezember aus. Ob im kommenden Jahr nochmals eine Förderung möglich wird, ist ungewiss, erklärt Erl.

Falls nicht gefördert wird, bedeutet dies wohl das Ende für die mobile Jugendarbeit in der Einheitsgemeinde. Es sei denn, so Erl, die Landespolitik würde die Stelle der mobilen Jugendarbeit auffangen oder es würde sich eine neue Projektförderung finden. Denn die Stelle, die derzeit Doreen Roese besetzt, ist projektgebunden. „Wir wollen, jetzt muss man nur auch wollen“, so Volkmar Erl hinsichtlich der politischen Einstellung zur Jugendarbeit im ländlichen Raum – ob auf Bundes-, Landes- oder Kreisebene.

Trotz der Sorgen konzentrieren sich Erl und Roese aber nun darauf, dass das Projekt wieder richtig anläuft. Denn im vergangenen Jahr war die mobile Jugendarbeit wegen krankheitsbedingter Ausfälle etwas eingeschlafen.

Jetzt ist man aber wieder wach und motiviert. In der Ferienzeit ist Doreen Roese immer dienstags mit dem Bus und einem Stand am Reiterhof Dammkrug in Güssefeld. Jeden Donnerstag fährt der Kleinbus durch die Ortschaften und bietet dort sportliche und kreative Aktivitäten an. Am kommenden Donnerstag, 6. August, hält der rote Flitzer ab 15 Uhr in Kakerbeck am Sportplatz. Wann genau die mobile Jugendarbeit in den Orten unterwegs ist, können interessierte Jugendliche auf der facebook-Seite des „Kroko“ erfahren oder auch telefonisch unter (0162) 8033148 oder (039080) 721214 erfragen.

Damit die Jugendlichen aus den Ortschaften noch aufmerksamer auf das Angebot werden, will man auch wieder mit der Sekundarschule in Kalbe zusammenarbeiten, so Erl.

Aber genauso wichtig sei die Einbindung der Jugendlichen, die in der Stadt Kalbe zuhause sind. Denn sie können auch in die Dörfer mitfahren und dort vielleicht auch neue Leute kennenlernen.

Von Hanna Koerdt

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