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Umweltkatastrophe verhindert: Gülle drohte in die Untere Milde zu fließen

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Von: Hanna Koerdt

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Feuerwehr
Eine Umweltkatastrophe mussten am Mittwochmorgen die Feuerwehren aus Engersen, kalbe und Gardelegen verhindern. Millionen Liter Gülle drohten in Engersen in die Untere Milde zu fließen . (Symbolbild) © Stephan Jansen/dpa

Mehrere Millionen Liter Gülle liefen am Mittwochvormittag aus einem Vorratsbehälter in Engersen aus und drohten in die Untere Milde zu laufen. Ein Umweltschaden konnte aber verhindert werden.

Engersen - Mehrere Tausend Kubikmeter Gülle liefen am Mittwoch auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs in Engersen aus und drohten, in die Untere Milde zu fließen. Ein Umweltschaden konnte aber verhindert werden. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, erklärte Kalbes Stadtwehrleiter Jörg Kämpfer gegenüber der AZ.

Um kurz vor 10 Uhr wurde die Feuerwehr zu dem Einsatz alarmiert. Was war passiert? Während „Umpumparbeiten aus einem Vorratsbehälter riss ein Anschlussstutzen“, erklärte Kämpfer, wodurch sich die Gülle über das Gelände ergoss. 26 Einsatzkräfte aus Engersen, Kalbe und Gardelegen waren für die Sicherungsmaßnahmen vor Ort. Die Technik der Feuerwehren konnte aber nur bedingt helfen, weshalb zusätzliche Technik des Bauhofes sowie eines Bauunternehmens angefordert und genutzt wurde, „um die Gräben zu verschließen, damit es nicht in die Untermilde fließt“, so Kämpfer. Denn die Gülle floss in Richtung einer Wiese hinter dem Grundstück und weiter in Richtung des Grabens. Vor Ort waren ebenfalls Vertreter der Stadt Kalbe, des Unterhaltungsverbandes Milde/Biese, der Unteren Wasserbehörde sowie des Umweltamtes.

Ob es 2000 oder sogar bis 6000 Kubikmeter - zwischen zwei und sechs Millionen Liter - ausgelaufen waren, konnte Jörg Kämpfer vor Ort noch nicht genau benennen. Rund „die Hälfte des Behälters ist ausgelaufen“, schätzte Kämpfer, der auch vier Stunden nach der Alarmierung noch mit den Feuerwehrleuten aus Engersen vor Ort war.

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