Kalbes Ortsfeuerwehr erhielt offiziell den Schlüssel der neuen Drehleiter

30 Meter in die Höhe

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Vor der Haube mit einem Adventskranz geschmückt, wurde die „neugebrauchte“ Drehleiter auf den Hof des Gerätehauses gefahren. Sie hebt die Brandschutzarbeit auf eine neue Stufe. Fotos: Koerdt

Kalbe. Für die Brandschützer der Kalbenser Ortsfeuerwehr war der Dienstagabend wie Weihnachten.

Und nicht nur für sie, sondern auch für die Stadt und „unsere Bürger“, betonte Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth am Gerätehaus, wo die neue Drehleiter den Brandschützern offiziell übergeben wurde.

Kalbes Ortswehrleiter Ramón Rulff (links) vertraute die Fahrzeugschlüssel dem Hauptmaschinisten Ralf Blumreiter an.

Das neue Fahrzeug sei ein wahres „Geschenk“, welches die technische Qualität der Feuerwehrarbeit auf eine neue Stufe stellt und somit auch den Schutz all derer, die in der Einheitsgemeinde leben. Nicht nur durch die jüngste Risikoanalyse hatte sich gezeigt, dass eine neue Drehleiter nötig war. Die alte, ein W50-Modell, war in jüngerer Vergangenheit häufig ausgefallen. Spätestens 2021 hätte die Stadt eine neue kaufen müssen, auch wenn die alte aktuell den TÜV bestanden hat. 

Komplett vertikal ausgerichtet, erreicht sie eine Höhe von 30 Metern. Die Rettungshöhe beträgt 23 Meter.

Der „Aufmerksamkeit der Kameraden“ sei es zu verdanken, so Ruth, dass der „gordische Knoten“ nun viel schneller und auch zu sehr guten Konditionen gelöst werden konnte. Statt 600.000 Euro in ein ganz neues Fahrzeug investieren zu müssen, hat die Stadt der Stendaler Feuerwehr ein gebrauchtes Modell abgekauft. Und zwar für 42.500 Euro. Hinzu kam der glückliche Umstand, dass sich die Stadt diese außerplanmäßige Investition aufgrund einer guten Haushaltssituation tatsächlich leisten konnte. 

Stadtwehrleiter Jörg Kämpfer (links) und Bürgermeister Karsten Ruth hissten von oben aus dem Tragekorb die Kalbenser Flagge.

Die neugebrauchte Drehleiter wurde 2008 für 250.000 Euro generalüberholt. „Im Prinzip wurde sie ab dem Führerhaus komplett neu aufgebaut“, so Ortswehrleiter Ramón Rulff. Der Tragekorb kann zwei Personen und höchstens 240 Kilo tragen. Die um 360 Grad schwenkbare und, wenn sie komplett vertikal ausgefahren wird, 30 Meter hohe Drehleiter kann ebenfalls als Kran genutzt werden und bis zu drei Tonnen Gewicht anheben. Sie kann von unten am Fahrzeug, aber auch vom Tragekorb aus gesteuert werden. Man kann an ihr Rettungsliegen befestigen und sie eignet sich sehr gut für Einsätze an Orten mit schwierigen Gebäudestrukturen, wie beispielsweise der Kalbenser Altstadt. Nicht nur ein Gerät, das die Feuerwehrarbeit erleichtert, sondern auch eines, das womöglich bei dem ein oder anderen Interesse steigert, sich selbst im Brandschutz zu engagieren.

Von Hanna Koerdt

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