Altmark-Zeitung fragte nach: Was sagen die Bürger zum Ausgang der Wahl?

Mehrheit der Kalbenser ist zufrieden

Die Wahlhelferinnen entleerten kurz nach 18 Uhr am Sonntag in der „Astrid Lindgren“- Grundschule die Wahlurne.
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Die Wahlhelferinnen entleerten kurz nach 18 Uhr am Sonntag in der „Astrid Lindgren“- Grundschule die Wahlurne.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Sachsen-Anhalt hat am Sonntag gewählt und der Ausgang der Landtagswahl beschäftigt die Menschen in der Kalbenser Einheitsgemeinde auch noch zwei Tage später. Die Mehrheit der Kalbenser ist mit dem Ausgang der Wahl zufrieden.

Kalbe – Sachsen-Anhalt hat am Sonntag gewählt und der Ausgang der Landtagswahl beschäftigt die Menschen in der Kalbenser Einheitsgemeinde auch noch zwei Tage später. Von den Erststimmen, die in Kalbenser Wahllokalen abgegeben worden sind, waren 37,32 Prozent für Sandra Hietel (CDU), 20,09 Prozent für Thomas Korell (AfD), 14,31 Prozent für Silke Wolf (Die Linke), 10,19 Prozent für Oliver Stegert (SPD), 5,75 Prozent für Mirko Wolff (Bündnis ‘90/Grüne), 4,84 Prozent für Sören Kohse (FDP), 4,87 Prozent für Dirk Kuke (Freie Wähler) und für Einzelbewerber Karsten Mertens 1,10 Prozent. Von den Zweitstimmen erhielt die CDU 39,88 Prozent, die AfD 19,27 Prozent, Die Linke 12,53 Prozent, die SPD 8,06 Prozent, die FDP 5,43 Prozent, das Bündnis ‘90/Grüne 4,52 Prozent und die Freien Wähler 3,61 Prozent.

Die Altmark-Zeitung hat dazu in der Kalbenser Innenstadt die Menschen befragt: Was sagen Sie zum Ausgang der Wahl? Wie zufrieden sind Sie mit der Wahl?

Die 55-jährige Kirstin Müller aus Kahrstedt findet es gut, dass die AfD nicht so viele Stimmen erhalten hat. „Der Ministerpräsident hat auch viel Gutes getan“, so die 55-Jährige.

Benita Strohner kommt eigentlich aus Berlin, doch zurzeit hält sich sie sich in ihrem Elternhaus in Kalbe auf. „Das Ergebnis passt mir. Die AfD ist nicht so stark. Bloß die Grünen hätten mehr Stimmen bekommen müssen“, findet die 75-jährige Berlinerin.

Für die 66-jährige Jutta Krüger war es wichtig, dass die AfD nicht gewinnt. „Gott sei Dank ist es nicht dazu gekommen“, erzählt die Kalbenserin.

Auch der 67-jährige Helmut Mayer aus Kalbe ist mit der Wahl im Grunde sehr zufrieden.

„Es ist gut, dass die Grünen nicht so viele Stimmen erhalten haben“, meint Hans Jürgen Koch.

Das Ergebnis der Wahl ist für Gudrun Reimann aus Kalbe zu erwarten gewesen. „Ansonsten war es gut und im Grunde ist Reiner Haseloff auch in Ordnung“, ergänzt die 65-Jährige.

So sieht das auch die 67-jährige Martina Kramp aus Kalbe: „Gut, dass Reiner Haseloff Ministerpräsident bleibt.“

Fred Eggert ist mit dem Ausgang der Wahl sehr zufrieden: „Meine Partei hat gewonnen.“

Die 77-jährige Heike Roscher aus Kalbe findet es nicht so gut, dass die AfD so stark ist.

„Das Ergebnis hat mich nicht überrascht. Im Grunde musste es so kommen“, sagt Ria-Blanka Wolff, die am Wochenende als Wahlhelferin gearbeitet hat.

Andreas Wiechmann findet es auch gut, dass die AfD nicht allzu stark gewesen ist. Jedoch überrascht ihn das schlechte Ergebnis der SPD.

In diesem Jahr nutzten die Einwohner der Einheitsgemeinde Kalbe vermehrt die Briefwahl. Der Stand am vergangenen Mittwoch war laut der zuständigen Mitarbeiterin in der Stadtverwaltung, Renate Ahlfeld, dass 700 Briefwahlunterlagen ausgegeben worden sind. Damit wurden etwas mehr Unterlagen für die Briefwahl für die Landtagswahl am Sonntag angefordert, als bei der Landtagswahl vor fünf Jahren, schätzt Renate Ahlfeld ein. Das liege an der Corona-Pandemie. Dennoch war das Wahllokal am Sonntag in der „Astrid Lindgren“-Grundschule in der Mildestadt gut besucht. In den Vormittagsstunden waren zahlreiche Wähler vor Ort, die ihre Stimme in der Wahlkabine abgaben. Zeitweise kam es wegen der coronabedingten Vorschriften für den Wahlgang sogar zu kurzen Wartepausen. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,67 Prozent in der Einheitsgemeinde.

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