Kommune vermarktet alte Gebäude und Brachflächen

„Luxus der Leere“ statt öder Leerstand

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Aus dem Projekt „Luxus der Leere“ ist das KIP-Portal hervorgegangen, auf dem alte Gebäude und Brachflächen zum Kauf angeboten werden.

Kalbe. Das Leben auf dem Land sei „nicht immer von Vorteil, aber schön“, merkte Brunaus Ortsbürgermeisterin Ortrun Cyris vor wenigen Tagen beim Treffen der IGEK-Lenkungsgruppe an.

Diskutiert wurde darüber, wie man Menschen außerhalb der Region das Leben hier schmackhaft machen kann.

Denn das Leerstandsproblem ist da, nicht nur in Kalbe, sondern altmarkweit. Ein Weg ist das Projekt „Luxus der Leere“, das von sechs Kommunen, darunter auch Kalbe, getragen wird. Mit dem Ziel, Brachflächen und leer stehende Gebäude wieder zu vermarkten. Dabei hilft das Brachflächen- und Leerstandsmanagement des Projekts sowohl Eigentümern als auch Interessenten, etwas Passendes zu finden. Die Gebäude und Grundstücke werden dann auf das kommunale Immobilienportal KIP gestellt.

So hat die Stadt Kalbe laut Anika Sonntag, verantwortlich für das Gebäudemanagement, bisher ein Einfamilienhaus in Mehrin, den alten Kindergarten und das ehemalige Gemeindebüro in Vienau, eine Lagerhalle in Kahrstedt, ein Wohnhaus in Wernstedt und auch einen Wohnblock in Kakerbeck online gestellt. Und es haben sich bereits auf einige Gebäude Interessenten gemeldet. Aus weiter entfernten Großstädten, aber auch aus den Ortschaften der Einheitsgemeinde selbst, denn „wenn vor Ort bekannt ist, dass es Kaufwillige für ein Objekt gibt, steigt bei Einwohnern auch das Interesse“, so Anika Sonntag. Übrigens: Nicht nur die Kommunen können ihre Objekte über www. luxusderleere. de vermarkten, sondern auch Privatpersonen.

Von Hanna Koerdt

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