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L 21-Baustelle wird illegal befahren

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Von: Ina Tschakyrow

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Auto in Baustelle
Viele Auto- und Lkw-Fahrer halten sich nicht an die Vollsperrung in Neuendorf am Damm und umfahren die Absperrungen einfach. © Maik Bock

Seit etwa einer Woche ist die Ortsdurchfahrt Neuendorf am Damm gesperrt. Mehrere Lkw und Pkw sind dennoch laut Anwohner während der Bauarbeiten an der L 21 durch die Ortschaft gefahren.

Neuendorf am Damm – Schon weit vor der Ortschaft wird auf die Sperrung hingewiesen, die aber anscheinend einige Verkehrsteilnehmer missachten und durch Neuendorf am Damm fahren.

Dazu teilt Meike Portius, die Leiterin der Landesstraßenbaubehörde, Regionalbereich Nord, auf Nachfrage der Altmark-Zeitung mit: „Für die Absperrung unserer Baustellen werden nach aktuellen Regelwerken Baustellen- und Umleitungsbeschilderungen geplant, durch die zuständigen Verkehrsämter genehmigt bzw. angeordnet und durch qualifizierte Unternehmen aufgestellt und regelmäßig überprüft.“

Leider sei es üblich geworden, „dass einige Verkehrsteilnehmer Sperrungen nicht akzeptieren bzw. ignorieren“, was „eine bedauerliche Entwicklung“ sei, sagt Meike Portius weiter. Viele Verkehrsteilnehmer glauben, dass nichts passieren würde, aber die Fahrer begeben sich „in Gefahr“ und machen „sich gleichzeitig strafbar“. Die Regionalbereichsleiterin erklärt, dass der Verkehrsteilnehmer „erheblichen Schaden bei sich selbst, aber auch in der Baustelle anrichten“ könne. Die Sperrungen würden nicht grundlos aufgestellt, mahnt sie, „auch wenn das nicht jederzeit für Außenstehende ersichtlich scheint“. Das unbefugte Befahren einer Baustelle zu ahnden, ist Sache der Polizei, ebenso die Festlegung der Häufigkeit der Kontrollen der Einhaltung einer Sperrung, sagt Meike Portius. „Das Durchfahren einer Absperrung gänzlich zu unterbinden wäre sicher durch bauliche Maßnahmen möglich. Dies ist aber nicht das Mittel der Wahl“, sagt die Regionalbereichsbeamtin. „In der Regel sollte man davon ausgehen dürfen, dass Verkehrsteilnehmer mit gültiger Fahrerlaubnis sich an die Regeln halten“, ergänzt sie.

Wenn dennoch Verkehrsteilnehmer die Baustelle befahren, werde das „seitens der Baufirma oder durch die LSBB“, so Meike Portius weiter, „kritisch geprüft und im Bedarfsfall die Absperrung in Abstimmung mit der Verkehrsbehörde angepasst. Sofern Bedarf besteht, erfolgen die Anpassungen auch in Neuendorf am Damm“. Zu einer Verzögerung der Baumaßnahme komme es zumindest dort, wo kein Schaden durch das Befahren entstanden ist, meistens nicht, ergänzt die Regionalbereichsleiterin.

Auch die zwei Wege um Neuendorf am Damm wurden schon von Verkehrsteilnehmern genutzt. Der Weg, der am Spielplatz vorbeiführt, der aber durch zwei Poller abgegrenzt ist, und der landwirtschaftliche Weg, der nur für die Landwirte und Anwohner freigegeben ist, wurden schon befahren, wie Anwohner informierten.

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