31 Anzeigen wurden bei Kontrolle gefertigt

Lkw- und Buskontrolle am „Langen Heinrich“ an der B 71

Ein Polizist winkt einen Lkw aus dem Verkehr.
+
Am Montag wurden Lkw und Busse am „Langen Heinrich“ kontrolliert.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
    schließen

Eine Lkw- und Buskontrolle fand am Montagvormittag auf dem Parkplatz „Langer Heinrich“ an der B 71 bei Kakerbeck statt. Es wurden 47 Fahrzeuge kontrolliert und 31 Anzeigen gefertigt.

Kakerbeck – Mit einem Fernglas und einer Polizeikelle stand Karsten Schulze vom Verkehrsüberwachungsdienst der Polizeiinspektion Stendal am Montag am Straßenrand an der Einfahrt zum Parkplatz „Langer Heinrich“ an der B 71 bei Kakerbeck. Der Polizeibeamte schaute sich bei den Lkw beispielsweise die Aufbauten, Beladung und Beleuchtung an, winkte dann einige aus dem Verkehr heraus, die von seinen Kollegen auf dem Parkplatz kontrolliert wurden.

Kontrolle für Verkehrssicherheit

Am Montag fand von 7 bis etwa 13 Uhr eine Lkw- und Bus-Kontrolle während der landesweiten Schwerpunktkontrollwoche des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs auf dem „Langen Heinrich“ unter dem Einsatzleiter Marco Neiß mit des Verkehrsüberwachungsdienstes der Polizeiinspektion Stendal, die für die A 14 gebildet wurde, und dem Bundesamt für Güterverkehr statt. Marco Neiß informierte, dass es bei der Kontrolle vor allem um die Verkehrssicherheit geht.

Die Polizeibeamten ließen sich zunächst Führerschein und Fahrzeugschein von den Fahrern geben. Kontrolliert wurde der technische Zustand der Fahrzeuge und dabei beispielsweise die Bremstemperatur und die Ladesicherung. Bei einem Lkw waren die Ladegurte leicht eingerissen und müssen deswegen ausgetauscht werden. Weil der Fahrer einsichtig war, gab es nur eine Verwarnung. Bei einem anderen Lkw waren die Ladegurte zu locker, sie hatten sich während der Fahrt gelöst, erklärte Polizist Jens Rüdiger, der mit seinem Kollegen Rudolf Teiml vom Verkehrsüberwachungsdienst die Kontrolle durchführte. Der Fahrer zog die Gurte sofort wieder fest. Dazu erklärte Polizeikommissarin Franziska Hotopp, dass die Lkw zwar meistens nicht von den Fahrern beladen werden, diese die Ladung und damit auch die Gurte trotzdem selbst überprüfen müssen. Die beiden Polizisten kontrollierten auch das Fahrtenbuch auf die Lenk- und Pausenzeiten sowie das Sonntagsfahrverbot. Rüdiger Teiml las am Laptop die Daten aus, dreimal zeigte das System Verstöße an, die er überprüfte.

Ladungen nicht ausreichend gesichert

Es wurde auch die Ladung der Lkw kontrolliert. Bei einem Lastwagen, der mit Schokolade beladen war, waren nicht alle Euro-Paletten abgesichert, was der Fahrer anschließend machte. Ein anderes Fahrzeug war augenscheinlich überladen, weshalb Fahrer und Polizisten weiter nach Kakerbeck gefahren sind. Dort hat ein landwirtschaftlicher Betrieb eine Waage, die für solche Kontrollen zur Verfügung gestellt wird. Es stellte sich heraus, dass der Kleintransporter, der mit Futter für Angler beladen war, 4500 Kilogramm gewogen hat und nicht, wie vorgeschrieben, maximal 3500 Kilogramm. Deswegen gibt es eine Geldstrafe in Höhe von 235 Euro. Es war auch keine Ladungssicherung vorhanden und auch keine Lenkzeiten, weswegen der Fahrer eine noch höhere Geldstrafe zahlen muss.

Hohe Geldstrafen für Fahrer

Eine hohe Geldstrafe erwartet auch einen anderen Fahrer, dessen Lkw einige kleinere technische Mängel aufwies, weil beispielsweise die Travesen verbogen waren, die für den Anhänger wichtig sind. Es gab zudem ein Problem mit dem Fahrtenschreiber, Firmen sind verpflichtet, die Daten aufzuschreiben, was hier aber nicht getan wurde. Der Fahrer ist in Deutschland unterwegs, kommt aber aus Polen und fährt mit einem Shuttle hin und her, was auch als Arbeitszeit notiert werden muss, was aber auch nicht gemacht wurde, erklärte Patrick Dalfior vom Bundesamt für Güterverkehr.

Insgesamt wurden 47 Fahrzeuge überprüft. Es mussten 31 Ordnungswidrigkeitsanzeigen gefertigt werden. Bei acht Fahrern erfolgte die Untersagung der Weiterfahrt. In vier Fällen fiel den Polizeibeamten die unzureichend gesicherte Ladung der Fahrzeuge auf. Am häufigsten wurden Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare