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Leuchtender Wal für das Lichtblütenfestival in Kalbe

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Von: Ina Tschakyrow

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Lichtinstallation
Der Innenhof des Kulturhofs wurde mit verschiedenen Lichtkringeln und Lichtblumen geschmückt. Die Idee dazu hatte Marco Dörheit. © Ina Tschakyrow

Mit einer Lampionkette, mit Lichtinstallationen an Gebäuden und Kerzen entlang der Altstadt wurde am Freitagabend das Lichtblütenfestival in Kalbe eröffnet.

Kalbe – Lampions mit verschiedenen Strickmustern hingen neben Laternen mit funkelnden Papierstreifen, die neben Lampions aus alten Buchseiten oder aus Holz, mit besonderen Motiven, mit Glitzer verzierten und neben vielen weiteren von den Kalbensern selbst gebastelten Laternen schwebten – die vielen hundert Lampions strahlten im Dunkeln entlang der West- und Ostpromenade in Kalbe, dazu waren einige Brücken mit bunten Lichterketten geschmückt und ließen so die Altstadt erleuchten. Gestaltet wurden die Laternen von den Einwohnern für das „Lichtblütenfestival 2022 – Kulturorte der Altmark erleuchten“, das am Freitagabend in Kalbe von Corinna Köbele, Initiatorin der Künstlerstadt Kalbe, eröffnet wurde.

Mit dem Festival, das an insgesamt neun Orten der gesamten Altmark stattfindet, „wollen wir zeigen, was in der Altmark erlebt werden kann“, so Corinna Köbele. Viele Potenziale gebe es in der Region, die mit dem Lichtblütenfestival, welches ein LEADER-Kooperationsprojekt zwischen der Hansestadt Gardelegen aus der LAG „Colbitz Letzlinger Heide” und dem Förderverein Historische Region Lindstedt aus der LAG „Mittlere Altmark” ist, unter anderem entdeckt werden können. Die verschiedenen Kulturorte präsentieren sich an den Wochenenden bis zum 8. Oktober mit Lichtinstallationen an Gebäuden, mit Feuershows, mit Musikern und weiterer Licht- und Kleinkunst. Initiiert wurde die Idee eines Lichtblütenfestivals in der gesamten Altmark vom Verein „Ipse excitare“ mit dem Vorsitzenden Tilo Mottschall.

Lichtkunst in der gesamten Altmark

Lichtblumen und Lichtkringel waren an den Wänden des Kulturhofes in Kalbe zu sehen. Viele Besucher schauten sich die Lichtinstallation von Marco Dörheit begeistert an und machten vor den Wänden Fotos. Damit sollte sich die Sehgewohnheit der Besucher ändern, erklärte Corinna Köbele.

Aus einer Garage leuchtete türkisfarbenes Licht. Künstlerin Karola Pfandt wollte diesen Raum „nach hinten aufmachen“. Vor der Garage war ein Beamer, der das Licht an die hintere Garagenwand projizierte. Eigentlich wollte Karola Pfandt etwas Interaktives machen, und das wurde es am Freitagabend schließlich doch: Viele Kinder spielten mit den blauen Bildern an der Wand, versuchten, das Licht einzufangen.

Türkisfarbene Garage, Kerzen auf der Straße und Musik

Weiter ging es in der Altstadt, auf deren Straßen Carl Vetter Kerzen aufgestellt hatte, „um die Altstadt zu einem neuen Erlebnis zu machen“, erklärte Corinna Köbele. Hierfür wurde die Altstadt für Autos gesperrt, was aber manch Autofahrer trotz Absperrungen ignorierte.

Einen „Wal“ konnten die Besucher bei Elvira Chevalier auf dem Hof des alten Gerichts ansehen. Weiße Schnüre hatte sie gespannt, sodass ein Wal als 3D-Modell entstand und von Schwarzlicht angestrahlt wurde, sodass dieser in Blau erleuchtete. Und so gab es im „Pottkuchen“ einen „Pottwal“. Elvira Chevalier möchte, dass die Besucher mit ihrer Lichtinstallation ein Gefühl dafür bekommen, wie groß Wale sind. Auch wenn hier die Maße nicht ganz stimmten, sagte die Künstlerin, die ihre Installationen gern „in Originalgröße“ präsentiert.

Weitere Lichtkunst gab es bei der Trabi-Bude, wo auf dem Dach sogar Michaela Turcerova und Sarah Buchner Instrumente spielten. Auch in der Kulturscheune gab es Musik. Dort war später am Abend die Band „Tick2Loud“ zu hören.

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