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Ideenwettbewerb für Leader-Förderung startet

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Von: Hanna Koerdt

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Das Rathaus in Kalbe
Nicht nur die Kommune, sondern auch Bürger, Vereine und Betriebe können von der Leader-Förderung profitieren. Für die Entwicklungsstrategie der LAG Mittlere Altmark braucht es nun Projektideen zum Mitgestalten. © Hanna Koerdt

Die Bildung der LAG Mittlere Altmark, der die Einheitsgemeinde Kalbe erneut für die nächste Leader-Förderperiode angehört, geht in die nächste Phase. Bis Juli wird eine Lokale Entwicklungsstrategie erarbeitet, für die an einer Förderung interessierte Bürger, Betriebe, Vereine sowie die Kommune Projektideen einbringen sollen.

Kalbe – „Potenzielle Akteure haben jetzt die Möglichkeit, direkten Einfluss auf das zu nehmen, was in der Leader-Periode bis 2027 in der LAG Mittlere Altmark für grundsätzlich förderwürdig gehalten wird“, erklärt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. Die neue Entwicklungsstrategie der LAG Mittlere Altmark soll „die aktuellen Entwicklungen und Veränderungen widerspiegeln und die Bedarfe der Menschen in der Region berücksichtigen“, heißt es in dem Aufruf zum Ideenwettbewerb. Gefragt sind beispielsweise Ideen zur Steigerung des Zuzugs in die Region, zur Verbesserung der Lebensqualität, zur Stärkung der regionalen Wirtschaft, zum Schutz von Natur, Umwelt und Klima, zur Stärkung der Gemeinschaft, zur Schaffung attraktiver und lebendiger Orte sowie zum Aufbau von überregionalen Kooperationen. Die Fördermaßnahmen, die sich hieraus ergeben, sind durchaus facettenreich. Beispielsweise Maßnahmen wie neue Wohnkonzepte und bedarfsgerechtes Wohnen. So wurde in Engersen in der vergangenen Förderperiode der Bau eines Mehrgenerationenhauses gefördert. Weitere Förderungen waren aber auch Machbarkeitsstudien, zum Beispiel für das Kalbenser Freibad, oder auch Arbeitsplätze, nämlich die Stellen der Kulturwissenschaftlerinnen des Künstlerstadtvereins in Kalbe.

Auf der Homepage der Stadt Kalbe – www.stadt-kalbe-milde.de – sind die entsprechenden Unterlagen seit wenigen Tagen eingestellt, die man sich herunterladen und ausfüllen kann. Dazu gehört ein Steckbrief, nicht zu verwechseln mit einem Förderantrag. Im Steckbrief werden aber durchaus Angaben erbeten zum Projektträger, warum das Projekt als notwendig erachtet wird und was damit erreicht werden soll, welche Maßnahmen ein Projekt beinhalten soll und wie viel es kosten würde oder auch, wann es umgesetzt werden sollte. Ideen, die bereits umsetzungsreif sind, könnten sogar in die Lokale Entwicklungsstrategie als Pilotprojekt aufgenommen werden. Das würde bedeuten, dass mit der Umsetzung ab Mitte 2023 auch schon gestartet würde.

Die Steckbriefe der Projektideen müssen per E-Mail oder per Post bis zum 9. Mai eingereicht werden, die Kontaktdaten sind auf der Homepage der Stadt veröffentlicht.

Die Kommune wird sich auch wieder mit Projektideen einbringen. Zunächst wird Karsten Ruth die strategische Ausrichtung der Stadt – auch auf Grundlage des Integrierten Gemeindlichen Entwicklungskonzeptes – bezüglich Infrastruktur, Vereinsleben, Tourismus und Co. als vereinte Idee einbringen.

Mit ganz konkreten Maßnahmen, was gefördert werden sollte, wie zum Beispiel das Projekt Caravan-Stellplatz in Kalbe, werden sich dann aber die kommunalen Gremien auseinandersetzen und Ideen sammeln.

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