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Laute Musik und rechtsradikales Geschrei: Polizeieinsatz in Kalbe

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Von: Hanna Koerdt

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Handy-Notruf
Ein Beschuldigter hatte unter anderem mehrfach und grundlos die Notrufnummer 110 angerufen. Dem Vorangegangen war bereits ein Polizeieinsatz wegen Ruhestörung. © picture alliance / dpa

koe Kalbe. Auf Grund von lauter Musik und rechtsradikalem Geschrei, die aus einer Wohnung an der Straße der Einheit in Kalbe deutlich zu vernehmen waren, mussten Beamte der Polizei am heute Donnerstag kurz nach Mitternacht dorthin ausrücken. Vor Ort konnten die Polizisten schon im Treppenhaus die laute Musik hören.

Nachdem sie an der seiner Tür klingelten und klopften, öffnete der Wohnungsinhaber und hielt dabei eine Schreckschusspistole in der linken Hand, wobei der Lauf zum Boden und nicht auf die Polizei gerichtet war. Der Aufforderung, die Waffe abzulegen, kam er auch unverzüglich nach. Laut Polizei sagte er, dass er die Waffe genommen habe, weil er mit "der Mafia" rechnete. Die Waffe sowie der Laptop, auf welchem die rechtsradikale Musik abgespielt wurde, wurden zwecks Strafverfolgung sichergestellt. Die Polizisten nahmen eine Anzeige auf und führten einen Atemalkoholtest durch, der den Wert von 1,3 Promille ergab.

Doch damit war die Einsatznacht aber nicht vorbei. Denn ab 1.33 Uhr rief der junge Beschuldigte mehrfach und grundlos die Notrufnummer 110 an. Er wurde darauf hingewiesen, dass seine Anrufe nicht notrufrelevant wären und er sie zu unterlassen hätte. Ans Aufhören dachte er aber nicht und deshalb kam die Polizei noch einmal, um Handys sowie das Festnetztelefon sicherzustellen. Eine Anzeige zum Missbrauch von Notrufen wurde ebenfalls gefertigt.

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