Mit Lastschriften gegen Laster

Wollen auch keine Laster mehr: Helene Holz aus Wiepke und Hannes Witte aus Estedt an der Lastschriftensammelbox.

Estedt - Von Gesine Biermann. Lärm macht krank. Gestern am bundesweiten „Tag gegen den Lärm“ kehrte Ruhe ein, wenn auch nur für eine halbe Stunde. Mit einer Demonstration protestierten die Menschen in Estedt wieder mal gegen den Krach des zunehmenden Transitverkehrs direkt vor ihrer Haustür. Und die Bürgerinitiative (BI B 71) sammelte Lastschriften gegen die Laster.

Die Polizei hatte alles voll im Griff. Punkt 17.30 Uhr sperrte sie die Estedter Ortseinfahrten in beide Richtungen. Kein großes Rad rollte mehr über den Asphalt. Dafür aber unzählige kleine: an Kinderfahrrädern und Inline-Skatern, an Buggys und Dreirädern.

Vier ganz kleine Räder rollten auch unter einem Handwagen, der wie ein Brummi aussah. Oben in seiner Plane indes gab es einen Schlitz. Und durch den fielen gestern Nachmittag zahllose „Lastschriften“, ausgefüllt von den Anwohnern der B 71 aus Estedt, Berge, Ackendorf oder Wiepke. Mit einer Abbuchung auf dem Konto musste dennoch niemand rechnen. Denn auf den Formularen hatten die Menschen beschrieben und angekreuzt, was der Lärm mit ihnen macht.

Die himmlische Ruhe auf der Estedter Dorfstraße währte schließlich nur 30 Minuten. Dann rollten sie wieder, die Laster, oft mit Kennzeichen aus fernen Regionen oder Ländern. Die Lastschriften aus dem Handwagenbrummi indes sollen auf der Altmark-Konferenz am Montag, 3. Mai, die Landespolitiker belasten.

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