Planungen für Brunau, Neuendorf am Damm und Richtung Lohne beginnen

Landesstraßen bei Kalbe werden erneuert

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Die Bahnhofstraße in Brunau soll möglichst ab 2021 grundhaft erneuert werden. Sie hat starke Wölbungen. Der LSBB hat aber noch weitere Straßen in der Planung.

Kalbe – Unter den Investitionen der Stadt Kalbe finden sich für dieses Jahr zwei Posten mit Planungskosten. Und zwar für die Landesstraßen 12 und 21, die durch Neuendorf am Damm und Brunau führen.

„Die Maßnahmen sind schon länger Thema der Diskussion“, sagt Manfred Krüger von der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) Nord in Stendal auf Nachfrage der Altmark-Zeitung und bestätigt, dass die Planungen zur Erneuerung der Straßen begonnen haben. Sogar die Zukunft des Abschnittes der L12 aus Packebusch in Richtung Lohne wird konkreter.

„Unser Sorgenkind“, sagt Manfred Krüger über die etwa vier Kilometer lange Strecke zwischen Packebusch und Lohne. Auf ihr gibt es Geschwindigkeitsbegrenzung, und an diese sollten sich Fahrzeugführer auch besser strikt halten. Die Straße weist Schäden auf, ist uneben, „die Tragfähigkeit ist nicht ausreichend dimensioniert und sie müsste wohl auch verbreitert werden“, so Krüger. In diesem Jahr werde man „eine Planung durchführen, die abwägt, inwieweit eine Sanierung auf dem bestehenden Straßenkörper von Kante zu Kante sinnvoll ist“, so der LSBB-Regionalbereichsleiter.

Es könnte auch sein, dass so breit ausgebaut werden muss, dass Teile der nebenher verlaufenden Flächen gekauft werden müssen. Deshalb sei es „Glatteis“, so Krüger, schon anzukündigen, wann tatsächlich ausgebaut wird. Doch zumindest ist diese Entwicklung für die betroffenen Verkehrsteilnehmer ein Signal in die richtige Richtung. Denn in Packebusch ist der schlechte Zustand der Straße schon seit mindestens 15 Jahren Thema, so der dortige Ortsbürgermeister Otto Wienecke.

Der Grund für die lange Wartezeit: Der LSBB Nord ist zuständig für rund 700 Kilometer Landestraßen in der Region. Bei Zustandsuntersuchungen, die alle vier Jahre stattfinden, zeigt sich, dass etwa 40 Prozent der Straßen in gutem Zustand, 60 hingegen in mittlerem bis schlechtem Zustand sind. Um Prioritäten für die Abarbeitung zu setzen, „schaut man auf die Verkehrsbelegung“, so Krüger. Und dieser Abschnitt der L12 ist nicht stark frequentiert, so rutschte die Straße in den Prioritäten immer auf die hinteren Ränge.

Ein anderer Abschnitt der L12 steht beim LSBB im Moment weiter vorne, nämlich die Bahnhofstraße in Brunau, ab dem Bahnübergang bis zur Kreuzung mit der Großen Dorfstraße innerorts. Sie hat eine strake Wölbung, was bedingt ist durch das noch darunter liegende Pflaster. „Gerade im Bereich der Zufahrten ist die Befahrbarkeit nicht einfach“, so Krüger. Noch sind nicht alle Gutachten da, aber Manfred Krüger schätzt, dass die Straße grundhaft ausgebaut und darunter Kanäle für die Regenentwässerung gebaut werden.

Im hinteren Teil der Straße, der zwar noch innerorts liegt, aber nicht mehr stark bebaut ist, wird wohl eine Entwässerung durch Straßengräben oder -mulden angestrebt. Die Gehwege werden voraussichtlich ebenfalls erneuert und möglicherweise ein Gehweg vom Bahnhof aus in den Ort gebaut. Ein konkreter Bautermin steht noch nicht fest, „vorbehaltlich würde ich sagen frühestens ab 2021“, erklärt Krüger, der am Mittwoch diesbezüglich mit dem städtischen Bauamt und Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth zusammensaß und über die Straßenbaumaßnahmen sprach.

Voraussichtlich 2020 hingegen soll die Ortsdurchfahrt Neuendorf am Damm, die Landesstraße 21, erneuert werden. 2017 wurde dort eine bituminöse Dünnschicht aufgebracht, um den weiteren Verfall des Straßenkörpers aufzuhalten und sie wieder befahrbarer zu machen.

„Das hat sich aus meiner Sicht als goldrichtig erwiesen“, sagt Manfred Krüger. Jedoch ist so eine Schicht, die zwischen einem und zwei Zentimetern misst, keine dauerhafte Lösung. Besonders die Ränder der Fahrbahn sind problematisch, weil eine Regenentwässerung fehlt. Diese soll geschaffen werden, außerdem erneuert werden vermutlich auch die Nebenanlagen, also Gehwege und Bushaltestelle.

Die Kosten für die Straßenerneuerungen stehen noch nicht fest, die Planungen müssen sich noch konkretisieren. Sie sind von Gutachten und Genehmigungen abhängig, von diesen hängt wiederum der Baustart aller Maßnahmen ab. Und von den finanziellen Mitteln sowie eventuellen Förderprogrammen.

VON HANNA KOERDT

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