Wassertretstelle und Wege durch Baumfällungen gesichert

Kalbes Kurpark wieder teilweise offen

Baumstumpf an der Wassertretstelle im Kurpark Kalbe
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Rund um die Wassertretstelle wurden im Kurpark in Kalbe kranke Bäume gefällt, damit Bürger beim Betreten und Spazieren sicher sind.
  • Hanna Koerdt
    VonHanna Koerdt
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Kalbes Kurpark darf wieder betreten werden. Zumindest teilweise, denn die Stadtverwaltung hat Abschnitte, darunter die Wassertretstelle, durch Fällungen für die Bürger abgesichert.

Kalbe – Es sieht ein wenig nach „Tabula rasa“ aus im Kalbenser Kurpark, auch wenn nun der Bauhof sein Bestes gibt, an den Wegesrändern einen relativ gepflegten Zustand herbeizuführen: Viele Haufen Äste und zerschnittene Stämme liegen herum. Vorerst wurden aber nur jene Bäume entfernt, die eine Teilbegehung des Parks, vor allem an der Milde entlang und zur Wassertretstelle, ermöglichen.

42 Eschen wurden gefällt

Die Stämme und Äste werden bis zu den nächsten Fällungen liegen bleiben. Denn der Park soll geschont werden, bis er abschließend gefällt und dann wieder aufgeforstet wird. In den vergangenen zwei Wochen wurden 42 Eschen im Kalbenser Kurpark gefällt. Es war insgesamt nun das dritte Mal, dass die Stadt Fällungen vornehmen ließ. Bisher wurden etwa 180 Bäume entfernt. Aktuell wurde nur an der Mildepromenade, an der Wassertretstelle und um die Liebesinsel gefällt, damit dieser Teil des Kurparks wieder begehbar gemacht werden konnte, „weil das die Bürger gewünscht haben, den Park vor der großen Maßnahme vorzeitig betreten zu können“, erklärt Jörg Kraberg, Baumschutzbeauftragter der Stadtverwaltung. Er weist aber nochmals ausdrücklich darauf hin, dass der noch gesperrte Teil des Parks nicht betreten werden soll. Im wieder geöffneten Teil des Kurparks sollen die Bürger auf den Wegen bleiben und keinesfalls sollten Kinder die Baumstämme als Spielplatz nutzen und darauf herumklettern. Die Stämme wiegen Tonnen und können sich bewegen. Wenn jemand darunter begraben würde, „braucht es Spezialtechnik, um jemanden zu befreien“, sagt Jörg Kraberg und betont: „Wir wollen keine Panik machen, sondern dass die Bürger sicher sind.“

Bäume sind außen grün und innen krank

Der Zustand der Bäume ist nach den jüngsten Fällungen erneut sichtbar geworden. Die Kronen sind grün, doch am untersten Teil der Stämme ist deutlich erkennbar, wie krank die Bäume wirklich sind: Ist in der Mitte des Stamms noch Substanz erhalten, zerbröselt sie in den Händen, wenn man reingreift. Ansonsten bestehen große Hohlräume in der Baummitte, sie gehen sogar tief ins Erdreich. Manche Esche hat am unteren Stamm einen Durchmesser von 1,20 Metern, wurde tatsächlich aber nur noch durch einen Baumring aufrecht gehalten. „So ein Baum wiegt 18 Tonnen“, erklärt Jörg Kraberg und zeigt auf ein Exemplar an der Mildepromenade. Durch eine ungünstige Wetterlage hätte die Esche nicht nur in die Milde, sondern auf die angrenzende Bebauung auf der gegenüberliegenden Seite, auf die Straße bis in den Burggraben hinein fallen können. Die Maßnahmen sind damit auch eine Verkehrssicherung.

Kurpark soll aufgeforstet werden

Die Stadtverwaltung wartet aktuell auf die Genehmigungen für die restlichen Fällungen. Im vorderen Teil des Parks wird nichts mehr gefällt – „Das ist der Endzustand vor der Aufforstung“, erklärt Jörg Kraberg. Im hinteren Teil des Parks stehen fast nur Eschen. Wenn sie gefällt sind, „wird es hier leer sein“, so der Verwaltungsmitarbeiter.

Antrag auf Förderung gestellt

Die Stadt möchte mithilfe einer Förderung des „Netzwerks Stadt-Land“ den Park wieder neu anlegen. Vor Kurzem wurde seitens der Verwaltung noch ein Änderungsantrag zu dem Förderantrag gestellt, da „noch Positionen förderfähig sind, von denen wir das nicht wussten. Diese haben wir nun nachgereicht“, erklärt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. Wenn der Bescheid da ist, wird ein Planer für das Parkkonzept gesucht, die Vorbereitungen für eine Ausschreibung laufen bereits. Wie der Park irgendwann genau aussehen wird, ist deshalb noch nicht klar. Die jetzigen Wege sind deshalb auch vorerst provisorisch hergestellt. Und mancher Hoffnungsschimmer ist schon jetzt zu sehen: Dort, wo schon zu Beginn des Jahres gefällt wurde, wachsen junge Linden und Haselnussbäume.

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