Stadt lädt zu Einwohnerversammlung mit Denkmalschutz ein

Wie geht es mit dem Kurpark Kalbe weiter?

Ein Bauzaun steht vor der Liebesinsel im Kurpark Kalbe.
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Der Kurpark in Kalbe ist weiterhin gesperrt. Wieso und wie seine Zukunft aussehen könnte, soll auf einer Einwohnerversammlung geklärt werden.
  • Hanna Koerdt
    VonHanna Koerdt
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Warum musste der Kalbenser Kurpark gesperrt werden? Und wieso mussten und müssen Bäume dort gefällt werden? Ist nur die Mildestadt vom Baumsterben betroffen? Diese und andere Fragen sollen am Dienstag, 6. Juli, um 18 Uhr im Zuge einer Einwohnerversammlung geklärt werden.

Kalbe – Fachlich wird die Einwohnerversammlung, die im Mehrzwecksaal des Kulturhauses stattfindet, von Heike Tenzer, Landschaftsarchitektin und Landesbeauftragte für historische Parkanlagen beim Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, begleitet. Mit ihr steht die Stadt schon seit vielen Monaten bezüglich des Kurparks, aber auch des Friedhofs, in engem Kontakt.

Kurpark-Konzept noch in professioneller Planung

Für den Kurpark wird aktuell ein professionelles Konzept erstellt, wie die Parkanlage künftig gestaltet werden soll bzw. darf. Vorgestellt wird das Konzept bei der Versammlung aber noch nicht, „da es ja gerade in Planung ist. Unser eigenes reichte nicht aus“, erklärt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. Die Stadt hatte bereits viele historische Daten gesammelt, um ein erstes Konzept zu entwerfen.

Keine „Spiel- und Spaßanlagen“ im Kurpark geplant

Bei der Versammlung soll es vor allem darum gehen, die Zusammenhänge zwischen den Maßnahmen Sperrung, Fällungen, Konzept und Förderantrag zu klären, aber auch „Ängste zu nehmen, denn es machen sich manche Bürger schon Gedanken, dass dort Spiel- und Spaßanlagen entstehen sollen, was definitiv nicht so ist“, sagt Ruth. Heike Tenzer werde auch erklären, wie sich die bundesweite Situation des Eschensterbens darstellt, denn Kalbe ist nicht allein betroffen. Außerdem soll die Erwartungshaltung des Denkmalschutzes für die künftige Gestaltung des Kurparks erklärt werden, „es gibt also schon einen Blick in die Zukunft des Parks“, sagt Ruth.

Bei Bedarf eine Begehung

Bei Bedarf wird es anschließend eine Begehung des Parks geben. Der Platz im Kulturhaus ist coronabedingt begrenzt, es muss ein medizinischer Mund-Nase-Schutz zur Einwohnerversammlung mitgenommen werden.

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