„In Kürze die ersten Aktivitäten“

Hinter dieser Beschilderung soll eine 3,6-Megawatt-Anlage mit aufgeständerten Solarmodulen entstehen.

Kalbe - Von Conny Kaiser. Die Bundesregierung plant massive Einschnitte in die Solarstromförderung. Doch was bedeutet das für den Solarpark, der im Kalbenser Gewerbegebiet an der Vahrholzer Straße entstehen soll? Er soll auf jeden Fall errichtet werden. Der Bauantrag ist nach Angaben des Investors in Vorbereitung. Ein Planungsbüro ist beauftragt.

Noch greift er nicht, der von der Branche befürchtete „Kahlschlag bei der Solarförderung“. Doch die Bundesregierung will ihn mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auf den Weg bringen und hat einen entsprechenden Entwurf vorgelegt, der nun den parlamentarischen Weg durchlaufen muss. Auf den in Kalbe vorgesehenen Solarpark dürften sich die geplanten Änderungen allerdings noch nicht auswirken. Denn der Park soll noch 2010 errichtet werden. Das jedenfalls hat Eike Schuster auf AZ-Anfrage erklärt.

Er ist in jenen Pachtvertrag eingestiegen, den ein Unternehmen aus Halle/Saale einst mit der Stadt Kalbe ausgehandelt hatte. Dabei geht es um die Nutzung des Gewerbegebietes an der Vahrholzer Straße – eines langjährigen Sorgenkindes der Kommune, das Anfang der 90er Jahre hunderttausende DM Fördermittel geschluckt hatte, das danach aber weder vom „Gemeinnützigen Verein“ – in seinem Auftrag war das Areal einst hergerichtet worden – noch von der Stadt einer Verwendung zugeführt werden konnte.

Nun jedoch sind 9,2 Hektar und somit ein Großteil der zur Verfügung stehenden Fläche verpachtet. Geplant ist dort laut Schuster eine 3,6-Megawatt-Anlage, die mithilfe aufgeständerter Solarmodule Gleichstrom erzeugt, der dann in Wechselstrom umgewandelt und ins öffentliche Netz eingespeist wird. „In Kürze soll es dort die ersten Aktivitäten geben“, sagt der Investor. Der Bauantrag werde gerade vorbereitet. „Wir gehen davon aus, dass für diesen Solarpark noch die alte gesetzliche Regelung greift“, so der Investor.

Die von der Bundesregierung angestrebte Gesetzesnovellierung sieht unter anderem eine deutliche Reduktion der Einspeisevergütung von Solarstrom vor. Die Branche, in der nach eigenen Angaben deutschlandweit zehntausende Mitarbeiter beschäftigt sind, befürchtet dadurch massive Einsschnitte in ihre wirtschaftliche Existenz – und große Nachteile für den Klima-schutz. Schließlich gilt das Erzeugen von Solarstrom gemeinhin als die wohl umweltverträglichste Art der Energiegewinnung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare