Teckelgruppe Gardelegen ging im Hegering Brunau auf revierübergreifende Baujagd / Sechs Füchse und ein Nutria erbeutet

Kleine Hunde ganz groß: Füchse aus dem Bau gejagt

In Bühne wurde nach der Fuchsjagd der Gardelegener Teckelgruppe in den Revieren des Hegerings Brunau die Strecke gelegt: sechs Füchse und ein Nutria. Die erfolgreichsten Baujäger waren Fritz Mertens und Joachim Brenz, die jeweils zwei Räuber erlegten. Foto: privat

Brunau / Bühne. Die erste diesjährige revierübergreifende Baujagd der Teckelgruppe Gardelegen im Deutschen Teckelklub 1888 begann wieder im Hegering Brunau.

Sieben Hundeführer mit sechs Teckel und einem Terrier trafen sich mit den einheimischen Jägern, um Fuchs, Dachs, Marderhund und Waschbär nachzustellen.

Bei herrlichem Sonnenschein hielt es die Fuchsrüden nicht in den Erdbauen. Sie streiften durch die Reviere und suchten nach paarungsbereiten Fuchsfähen. In vielen Fuchsbauen steckten so keine Füchse und es gelang nur zwei Jagdgruppen, insgesamt sechs Füchse, allesamt Fähen, sowie einen Nutria zu erbeuten. Einige Baue mussten gegraben werden, da die Füchse nicht von den Hunden herausgejagt werden konnten oder die Röhren so eng waren, dass die Hunde nicht an den Fuchs kamen.

Die Hunde waren alle gut eingejagt. Der Revierinhaber Eckhard Wolff aus Vahrholz konnte mit seiner Rauhhaarteckelhündin „Jette vom Uchteblick“ einen Fuchs aus einer Strohmiete herausjagen, der dann vom Baujagdneuling Ronny Schwarzlose aus Potzehne mit einem sicheren Schrotschuss erlegt wurde. Durch Gebrauchsrichter Joachim Brenz aus Gardelegen konnte vor Ort für diese gute Arbeit der Hündin an den Teckelklub die Empfehlung zur Vergabe des Leistungszeichens „Bauhund-Natur-Fuchs“ gegeben werden.

Die erfolgreichsten Baujäger mit jeweils zwei erbeuteten Füchsen waren Fritz Mertens aus Lindstedterhorst und Joachim Brenz. Ronny Schwarzlose erlebte erstmals eine Fuchsjagd in dieser Form und zeigte seine Baujagdqualitäten nicht nur im sicheren Schrotschuss. Auch beim Graben nach den Füchsen war er unermüdlich. Er wird in diesem Jahr seine erst sieben Monate alte Rauhhaarteckelhündin ausbilden und auf Prüfungen führen. Er wird Mitglied der Teckelgruppe Gardelegen. Sein Kommentar am Ende der Jagd: „Die Baujagd ist aufregend, spannend und sehr interessant. Die Bauhunde zeigen hier hervorragend ihre jagdliche Leistungsfähigkeit.“

In Bühne wurde dann nach der Jagd Strecke gelegt. Hegeringleiter Hans-Joachim Lüdecke aus Altmersleben dankte den Hundeführern und Jägern des Hegeringes für ihre Einsatzbereitschaft. Er würdigte diese Jagd als guten Beitrag, den Fuchsbestand niedrig zu halten. Dies ist besonders wichtig für die Niederwildhege und Schutz der Rehkitze. Durch einen geringen Fuchsbestand wird auch die Ausbreitung von Räude, Staupe und Fuchsbandwurm eingeschränkt. Bei einem Schüsseltreiben nach der Jagd wurden dann in froh gelaunter Runde die Jagderlebnisse des Tages ausgetauscht.

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