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Keine Kunst aus den Automaten in Kalbe

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Von: Ina Tschakyrow

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Kunstautomat
Derzeit funktionieren die Kunstautomaten in Kalbe nicht. © Ina Tschakyrow

Drei Kunstautomaten gibt es in Kalbe. Im Jahr 2015 wurden diese aufgestellt. Wie oft wird daraus Kunst gekauft?

Kalbe – Ein kleines Gemälde, eine Keramik, Gedichte, kleine Skulpturen, Fotografien und weitere Kunst gibt es aus drei Automaten in Kalbe. „Das ist für viele eine schöne Entdeckung“, sagt Corinna Köbele, Initiatorin der Künstlerstadt Kalbe. Die Kunst – ausgewählt werden kann zwischen regionaler und überegionaler Kunst – wird aus umgebauten und bunt gestalteten Zigarettenautomaten in einer kleinen Schachtel mit Infos zu den Künstlern und zum Kunstwerk herausgegeben.

Die Kunstautomaten an der Gerichtstraße, an der Schulstraße und Stendaler Straße wurden im Jahr 2015 aufgestellt. Werden die Kunstautomaten viel genutzt?

Derzeit ist das leider gar nicht möglich, da alle drei Kunstautomaten nicht funktionieren, bedauert Corinna Köbele. Die Münzschlitze – die Kunst ist für vier Euro erhältlich – sind an den Automaten abgeklebt. Für die Reparatur sind die Hersteller der Automaten, die in ganz Deutschland aufgestellt sind, und damit auch die Initiatoren dieser Idee, zuständig, erklärt Corinna Köbele. Die Initiatoren warten die Automaten und befüllen diese regelmäßig. Die Kunstautomaten seien „relativ oft alle“, sagt Corinna Köbele, die auf Initiative der Künstlerstadt vor sieben Jahren aufgestellt worden sind. Wie oft genau die Automaten mit neuer Kunst befüllt werden müssen, kann sie nicht sagen.

Sie erhält auch nur sehr wenig Feedback von denjenigen, die sich die Kunst kaufen. Es gab bisher aber nur einmal eine Beschwerde, erzählt sie, weil jemandem das erhaltene Kunstwerk aus dem Automaten nicht gefallen hat.

Eigener Automat für Stipendiaten?

Schon oft wurde der Verein angesprochen, ob in den Automaten auch Kunst von den Stipendiaten des Sommer- und Wintercampus der Künstlerstadt verkauft werden kann. Aber bisher war das mit den Kunstautomaten nicht möglich. Daran beteiligt sind über 250 Künstler und Künstlerinnen, die ihre Kunst anbieten. Das wird von den Herstellern organisiert. „Das ist nicht in unserer Verantwortlichkeit“, erklärt Corinna Köbele, die aber gerne auch Kunst von den Teilnehmenden der Sommer- und Wintercampus anbieten würde. Es gebe viele Stipendiaten, die mitmachen könnten.

So kam die Idee auf, ob die Künstlerstadt selbst einen Automaten anfertigt, um so die Werke der Stipendiaten anzubieten. Das sei eine Idee, über die nachgedacht werden soll, sagt Corinna Köbele gegenüber der Altmark-Zeitung.

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