Kalbe noch kein Mitglied der AG Fahrradfreundliche Kommunen

Vorerst keine E-Bike-Ladestation

Frau fährt ein E-Bike
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Kalbe kann von der AG Fahrradfreundliche Kommunen keine E-Bike-Ladestation erhalten, denn die Kommune ist als Mitglied noch nicht bestätigt.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Touristisch ist Kalbe vor allem zum Radwandern attraktiv. Eine öffentliche E-Bike-Ladestation würde ins Konzept passen. Vom Angebot für eine Ladestation der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen kann die Stadt aber noch nicht profitieren.

Kalbe – Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Sachsen-Anhalt (AGFK) hat kürzlich seine Mitglieder abgefragt, ob in den Städten und Gemeinden Bedarf für E-Bike-Ladestationen besteht. In Kalbe steht das Thema aber aktuell noch nicht zur Debatte. Denn die Einheitsgemeinde ist noch kein offizielles Mitglied der AGFK.

„Man muss erst aufgenommen werden“, erklärt auf Nachfrage der Altmark-Zeitung Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. Der Kalbenser Stadtrat hatte im November des vergangenen Jahres beschlossen, Mitglied der AGFK zu werden. Der Mitgliedsantrag und der Stadtratsbeschluss sind auch im vergangenen Jahr rausgegangen, dass Kalbe Mitglied wird, „ist nur noch reine Formsache“, erklärt AGFK-Geschäftsführer Matthias Marx. Der Vorstand habe dazu bereits einen Umlaufbeschluss erhalten, der aber noch von allen Mitgliedern bestätigt werden müsse. Um für eine E-Bike-Ladestation infrage zu kommen, hätte die Einheitsgemeinde zum 31. Dezember 2020 schon Mitglied sein müssen. Denn das Projekt kam nur zustande, weil die AGFK noch Reste aus Fördermitteln des Landes aus dem Jahr 2019 übrig hatte, die nun eine Verwendung finden mussten.

Elf Kommunen warten auf Mitgliedschaft in der AGFK

So wie Kalbe warten aktuell zehn weitere Gemeinden, darunter die Stadt Bismark sowie die Stadt Oebisfelde-Weferlingen, darauf, als Mitglieder bestätigt zu werden. Sechs weitere Anträge sind laut Matthias Marx kürzlich noch angefordert worden. Der Geschäftsführer erklärt, dass es eventuell zu einem späteren Zeitpunkt für eben diese Städte und Gemeinden nochmals ein Angebot durch die AGFK geben könnte, ebenfalls E-Bike-Ladestationen zu guten Konditionen zu erhalten, „wir stehen da mit dem Hersteller in Verbindung“, sagt Matthias Marx.

Auch Karsten Ruth hofft darauf, dass es diese Möglichkeit für eine Ladestation noch einmal geben wird und dann Kalbe davon profitieren kann. „Eine E-Bike-Ladestation passt nicht nur sehr gut in unser Tourismuskonzept, in dem wir uns als Radwander- und Reitregion darstellen, sondern auch in unser Klimaschutzkonzept und in diese Zeit.“

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