Landesstraße zwischen Packebusch und Lohne nach Ausbau offiziell freigegeben / Arbeiten begannen Oktober 2019

Kein Stigma mehr als die schlechteste Straße der Altmark

Gaben die Straße zwischen Packebusch und Lohne frei: Arendsees Bürgermeister Norman Klebe, Lohnes Ortsbürgermeister Sven Schottenhamel, Dirk Rasch und Manfred Krüger vom LSBB, Landrat Michael Ziche, Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel, Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth und Packebuschs Ortsbürgermeister Otto Wienecke.
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Gaben die Straße zwischen Packebusch und Lohne frei: Arendsees Bürgermeister Norman Klebe, Lohnes Ortsbürgermeister Sven Schottenhamel, Dirk Rasch und Manfred Krüger vom LSBB, Landrat Michael Ziche, Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel, Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth und Packebuschs Ortsbürgermeister Otto Wienecke.

Packebusch/Lohne – Sie galt im Volksmund als die „schlechteste Straße zwischen Altmark und Ostsee“, schmunzelte gestern Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth.

Er freue sich besonders, mit der Freigabe der ausgebauten Landesstraße zwischen Packebusch und Lohne dieses Kapitel abzuschließen.

3,2 Kilometer wurden seit Oktober 2019 ausgebaut. Investiert wurden hier mitsamt aller Nebenmaßnahmen, wie der Erneuerung eines Durchlasses, rund 1,8 Millionen Euro, erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel, der an der feierlichen Freigabe teilnahm. Er erklärte, dass es in Sachsen-Anhalt für Landesstraßen einen Sanierungsstau von 400 Millionen Euro gebe. Zur Verfügung hat das Ministerium aber nur etwa 85 Millionen Euro. Es müssen also Prioritäten gesetzt werden. Obwohl die Auslastung auf der Strecke Packebusch/Lohne nicht hoch sei – auch hier müssen ÖPNV, Rettungswagen und Bürger die Möglichkeit haben, auf guten Straßen zu fahren, erklärte Webel.

Im Frühjahr 2019 waren er und unter anderem Manfred Krüger von der Landesstraßenbaubehörde Nord an mehreren sanierungsbedürftigen Problemstraßen in der Altmark unterwegs, und anerkannt, „dass der Zustand nicht hinzunehmen ist“, berichtete Manfred Krüger von der Landesstraßenbaubehörde Nord (LSBB) den Gästen der Freigabe. Die Bauarbeiten verliefen größtenteils problemlos, nur der Durchlass musste später als geplant gebaut werden, wegen Lieferschwierigkeiten der dafür benötigten Teile. Die Straße neu zu bauen, hätte wohl zehn Jahre gedauert, nur wegen der dafür benötigten Planfeststellungsverfahren. Völlig desolat war die Strecke noch viel länger, beim Jubiläum der Ortsfeuerwehr Packebusch 2018 sprach Ortsbürgermeister Otto Wienecke von 15 Jahren. Karsten Ruth dankte den Verkehrsteilnehmern für die Geduld, die sie aufgebracht hatten und die Vorsicht „auf dieser Rodeostrecke“ bewiesen hatten.

Auch wenn die Strecke nicht massenhaft befahren werde, sei sie eine wichtige Verbindungsstraße, ja fast schon eine „zentralamerikanische Panamericana“, erklärte Ruth und betonte, dass gute Straßen auch ein Haltefaktor für Einwohner seien, nicht ihrer Arbeit hinterherzuziehen, sondern zu pendeln. (koe)

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