Kalbes Stadtrat stimmt für Angebot zur freiwilligen Selbsttestung vor Sitzungen

Corona-Tests vor Ausschüssen

Selbsttest auf das Corona-Virus
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Zusätzlicher Schutz: Freiwillig können sich künftig die Mitglieder der Kalbenser Gremien vor Sitzungen auf Corona selbst testen, entschied der Stadtrat.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Bisher tagen alle Gremien in Kalbe wie gewohnt in Präsenzsitzungen und nicht in Videokonferenzen oder Ähnlichem. Damit der Schutz vor Covid-19 erhöht wird, soll es künftig vorher Coronatests geben, aber nur freiwillige.

Kalbe – Keine Pflicht, aber die Möglichkeit einen Corona-Test zu machen, soll es künftig vor den Kalbenser Ausschüssen geben, entschied nun Kalbes Stadtrat.

Ein wenig „Papierkram“ hatte der Kalbenser Stadtrat am Donnerstagabend in seiner Sitzung zu klären. Es ging um Änderungen in der Hauptsatzung, in der Geschäftsordnung des Stadtrates und es galt eine neue Benutzungs- und Gebührenordnung für die Bibliothek sowie ein Hygienekonzept für die Stadt Kalbe zu beschließen. Im Zuge der Erläuterungen des Hygienekonzeptes kamen erstmals Corona-Tests zur Sprache. Die Pflicht zu Testungen auf das Virus bestehen für die städtischen Ausschüsse und Ratssitzungen bisher nicht. In der Einheitsgemeinde finden die Sitzungen bis auf eine Ausnahme im März 2020, als zu Beginn der Pandemie die Stadtratsbeschlüsse per Umlaufverfahren gefasst worden waren, weiterhin statt. Der Stadtrat tagt allerdings seit Ausbruch der Corona-Krise im Kulturhaus, wo es möglich ist, dass jedes der Mitglieder einen einzelnen Tisch mit genügendem Abstand zu den Sitznachbarn besetzt. Bauausschuss, Finanz- und Sozialausschuss sowie Hauptausschuss allerdings finden weiterhin im Sitzungssaal des Rathauses statt, da diese jeweils wesentlich weniger Mitglieder haben. Stadtratsmitglied Mirko Wolff regte aber besonders wegen dieser Sitzungen an, einen Corona-Selbsttest anzubieten. Denn auch wenn es weniger Mitglieder sind, sitzen die Gremien in einem relativ kleinen Raum zusammen. Nicht alle seien impfberechtigt, machte Wolff aufmerksam. Ein vorheriger Test könne allen mehr Sicherheit bieten. Machbar wäre dies, erklärte Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth, wies aber auch darauf hin, dass der Stadtrat keine Pflicht für einen Test beschließen dürfe. „Ich darf keinen Gast dazu verpflichten und keinen Gast ausschließen“, erklärte Karsten Ruth, wenn sich jemand nicht testen lassen wolle. Die Möglichkeit für einen Test zu geben, habe deshalb Symbolwert, aber gebe „keine hundertprozentige Sicherheit“, erklärte der Bürgermeister. Skeptisch zeigte sich Mathias Graf, der dafür plädierte, nicht alles „noch komplizierter“ zu machen und das Hygienekonzept nach einer angemessenen Zeit auch wieder neu zu bewerten. Mirko Wolff machte aber darauf aufmerksam, dass eine Quarantäne noch wesentlich komplizierter für Betroffene sei. Volkmar Erl schlug vor, die Tests nicht mit in das Hygienekonzept einzuschreiben, sondern sie einfach vorerst anzubieten. Er gab als Beispiel an, dass dies auch vor Kreistagssitzungen möglich sei: Wer einen Test machen wolle, könne dies eine halbe Stunde vor der Sitzung vor Ort tun. Dieser Vorschlag wurde von den restlichen Stadtratsmitgliedern angenommen.

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