Kalbenser Kultur- und Heimatverein zählt 68 Mitglieder / Planungen 2018: TdA in Kalbe und Kulturnacht

Kalbes „jüngere Geschichte aufarbeiten“

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Einweihung sitzend gefeiert: Der Kultur- und Heimatverein hat im vergangenen Jahr eine Rundbank um die Kastanie an der Nikolaikirche aufstellen lassen.

koe Kalbe. Das vergangene Jahr stand für die Mitglieder des Kalbenser Kultur- und Heimatvereins Johann Friedrich Danneil ganz im Zeichen des 500. Reformationsjubiläums.

Vorstandsmitglied Henning Krüger hielt 2017 mehrere Reformationsvorträge.

Beispielsweise führte eine Tagesfahrt nach Wittenberg und Vorstandsmitglied Henning Krüger hielt Vorträge zur Reformationsgeschichte in der Region. Nun werde es aber Zeit, auch „unsere jüngere Geschichte aufzuarbeiten“, meinte am Donnerstagabend die Vereinsvorsitzende Andrea Müller, die die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung im Eiscafé Picollo begrüßte.

Die Vereinsvorsitzende Andrea Müller resümierte die Aktivitäten des Kultur- und Heimatvereins im Zuge der Jahreshauptversammlung. 

Bevor Andrea Müller auf die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr einging, freute sie sich darüber, das neueste Mitglied des Vereins begrüßen zu dürfen: Jürgen Kunze. Mit ihm gehören dem Verein, der in diesem Jahr seit 27 Jahren besteht, nun 68 Mitglieder an. Die Aktivitäten erstrecken sich auf, so ist schon an der Vereinsbezeichnung zu erkennen, Heimatpflege und Aufarbeitung der Geschichte sowie auf die Bereicherung des kulturellen Lebens in der Mildestadt. Unter anderem sind Vereinsmitglieder ehrenamtlich im Burg- und Heimatmuseum „Altes Wachhaus“ tätig, führen Projekte mit Schulkindern durch, kümmern sich um die Kriegsgräber auf dem Friedhof in Kalbe und organisieren das Gedenken am Volkstrauertag. Ein besonderer Höhepunkt, resümierte Andrea Müller, war die Einweihung der Rundbank um die Kastanie an der Kirche, um die sich der Verein bemüht und sie anfertigen hatte lassen. „Sie ist generationsübergreifend ein Treffpunkt geworden“, meinte Heiko Gabriel, der, auch wenn er selbst Mitglied ist, in seiner Position als Kalbes Ortsbürgermeister einige Dankesworte an den Verein richtete.

Netschajew und Dziuk (hinten) kommen am 4. März erneut nach Kalbe.

Gute und konstruktive Kontakte pflegt der Verein zu anderen Vereinen, Institutionen und Partnern. Zum Beispiel zum Theater der Altmark. So fahren die Vereinsmitglieder nicht nur voraussichtlich im Mai nach Stendal in das Theater, sondern es kommt auch nach Kalbe. Und zwar in Person des Theaterintendanten Alexander Netschajew und des musikalischen Leiters Andreas Dziuk, die am 4. März in den Kalbenser „Ratsstuben“ auftreten. Ab 19 Uhr gibt es eine lyrische Jahresreise mit Erich Kästner und Musik unter anderem von Frank Sinatra und Tom Waits zu hören. Erst am 1. Februar ist der Kartenverkauf angelaufen und läuft bereits sehr gut, bestätigte Manfred Richter, bei dem man die Karten unter Telefon (03 90 80) 32 07 bestellen kann. In diesem Jahr sind noch weitere kulturelle Höhepunkte geplant. So soll am 27. April eine Elias-Hoffmann- Ausstellung mit Unterstützung des Kalbenser Fotoclubs und Musik des Kirchenchores in der Nikolaikirche eröffnet werden. Geschichtsinteressierte sind am 8. Juni zu einem Vortrag über die Altmärkische Kleinbahn in die Gaststätte „Am Burggraben“ eingeladen. Und: Die Kalbenser Kulturnacht soll am 2. Oktober wieder stattfinden und für beste Unterhaltung bei den Mildestädtern sorgen.

Ein Thema, das Andrea Müller besonders am Herzen lag: Viele Aspekte der älteren Geschichte Kalbes sind vom Verein intensiv behandelt worden. Doch es fehlt die „jüngere Geschichte ab 1945“, so Müller, die aber gleichermaßen viel Wissenswertes birgt. Müller appellierte an die Mitglieder, sich vielleicht innerhalb einer Arbeitsgruppe diesem Themenspektrum zu widmen und zu recherchieren.

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