Massive Schäden nach Sturmtief „Sabine“ 

Kalbenser Kurpark ist ab sofort gesperrt: Es besteht Lebensgefahr

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Ein Baum ist auf einen der Hauptwege des Kurparks gestürzt. Viele weitere Bäume sind umgestürzt. Weil Lebensgefahr besteht, ist der Kurpark nun komplett gesperrt.

Kalbe – Wegen massiver Schäden durch Sturmtief „Sabine“ ist der komplette Kurpark ab sofort auf unbestimmte Zeit gesperrt, teilt Jörg Kraberg vom Ordnungsamt mit.

Bauzäune wurden gestern Vormittag rings um die Parkanlage aufgestellt, damit niemand mehr den Kurpark betreten kann. „Es besteht Lebensgefahr“, macht Jörg Kraberg deutlich, die Verbotsschilder an den Eingängen des Parks stehen nicht zum Spaß, so der Ordnungsamtsmitarbeiter weiter.

Auf einer Bank landete eine Fichte, nachdem deren Stamm brach.

Gestern Morgen kontrollierte er sämtliche Parks in Kalbe, wie es nach solchen Wetterlagen üblich ist. Dabei stellte er massive Schäden im Kurpark fest. Viele Äste liegen auf dem Boden, zahlreiche Astbrüche sind an den Bäumen zu sehen, etliche Bäume liegen quer, es gibt zudem Kronenbrüche, Hänger, also Bäume, die in anderen Bäumen hängen und um die 20 Bäume, die umgestürzt sind, schätzt Jörg Kraberg ein. „Hier gibt es alles, was nach einem Sturm möglich ist“, so der Ordnungsamtsmitarbeiter weiter.

Deswegen sind einige der Wege im Kurpark teilweise nicht begehbar. Ein Baum ist beispielsweise auf den Hauptweg gestürzt und versperrt diesen. Eine Fichte landete wegen ihres Gewichtes der Krone auf einer Bank. Größtenteils sind Eschen betroffen, weil diese krank und mit Efeu bewachsen sind. Durch die extreme Wetterlage mit dem starken Sturm wirken Efeu, Nadeln und Laub wie ein Segel, erklärt Jörg Kraberg. Ein Baum ist deswegen auf einen kleineren gestürzt, der aber nicht abgebrochen ist.

Der kleinere Baum steht unter Spannung, weil ein größerer Baum auf ihm gelandet ist.

Dieser steht unter Spannung, weswegen eine Fällung des anderen Baums gefährlich werden kann, da der Baum zurückspringen kann, erklärt der Ordnungsamtsmitarbeiter. Deswegen kann diese Arbeiten nicht die Stadt übernehmen, das muss von einer Spezialfirma übernommen werden. In den nächsten Tagen werden einige Notfallschäden behoben, über die anderen notwendigen Maßnahmen, um den Kurpark von den Schäden zu beräumen, muss zunächst der Stadtrat entscheiden, informierte Jörg Kraberg weiter.

Wie lange der Kurpark gesperrt bleibt, steht noch nicht fest. Eigentlich sollte die Parkanlage in den nächsten Tagen wieder freigegeben werden. Es fanden in den vergangenen Wochen Wegesicherungen statt, damit von den kranken Bäumen abbrechenden Äste nicht auf den Wegen landen. „Deswegen liegen nach dem Sturm auch keine größeren Äste auf den Wegen“, so Jörg Kraberg. Wegen der Sturmschäden wird der Kurpark nun aber komplett gesperrt. Das liegt auch daran, dass „wir die Sicherheitsentfernung von 70 Metern nicht einhalten können“. Die Zahl entspricht der doppelten Baumlänge, die bei einem Baum beispielsweise zum nächsten Weg vorhanden sein muss, wenn der Baum umstürzt, damit keine Personen verletzt werden. Neben dem Kurpark wurde auch der Pionierpark gesperrt. In anderen Anlagen gibt es auch Sturmschäden.

VON INA TSCHAKYROW

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