Kalbenser Gilde ohne König

Die Platzierten des Königsschießens und die neuen Majestäten (v.l.): Torsten Kapust, Norman Meyer, Cornelia Niebel, Schützenkönigin Dagmar Gaede, Nicole Schulz, Jugendkönig Felix Böhm und Alexander Strauß.

Kalbe - Von Elke Weisbach. Das Jahr 2010 wird aus zwei Gründen in die Annalen der Kalbenser Schützengilde 1848 eingehen. Zum einen ließ sich die scheidende Schützenkönigin Cornelia Niebel als erste Majestät beim Schützenumzug in Begleitung des Spielmannszuges der Feuerwehr Wernstedt-Engersen am Sonnabend von den Rentieren Novaly und Wary kutschieren. Zum anderen gibt es für ein Jahr keinen Schützenkönig.

Erst dachten die Kalbenser Schützen und die Vertreter der Gastvereine aus Estedt, Mieste, Jävenitz, Klötze, Apenburg und Winsen/Aller noch, das Gilden-Chef Fritz Schulz bei der Proklamation der Majestäten nach dem Umzug durch die Stadt einen Spaß macht.

Doch es war keiner. Nach 17 Jahren, erklärte Schulz, hatte es dieses Mal wieder kein Gildemitglied geschafft, sich beim Schießen auf die Königsscheibe entsprechend zu qualifizieren. So blieb ihm nur die Pokalübergabe an den Zweitplatzierten Norman Meyer, der ihm die Königskette zur Aufbewahrung übergab, und Drittplatzierten Torsten Kapust. Doch ganz ohne Regenten ist die Schützengilde nicht. Dagmar Gaede wurde zur Schützenkönigin proklamiert und erhielt von ihrer Vorgängerin Cornelia Niebel, die dieses Jahr vor der Drittplatzierten Nicole Schulz Zweite wurde, Königskette und Diadem. Ihr zur Seite steht Jugendkönig Felix Böhm, der am Sonnabend seinen 18. Geburtstag feierte und den bis dahin amtierenden Alexander Strauß auf Platz zwei verwies. Auch die Volksschützenkönige wurden gekürt. Bei den Männern heißt die Majestät Bernd Kassuhn, der sich gegen Ulf Rathke und Frank Niebel durchsetzte. Bei den Frauen siegte Stefanie Ecks aus Lindstedt vor Mandy Schmidt (Platz zwei) und Ilka Pawelski-Zitzewitz. Bei der Jugend setzte sich Johannes Rathke gegen Sophie Lehmberg durch.

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