Neue Dauerausstellung im alten Wachhaus / Etwa 30 ehrenamtliche Helfer betreuen derzeit die Räume  

Kalbenser Geschichte aufleben lassen

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Der Initiator der Ausstellung, Hans Henning Krüger (2. v. l.), mit seiner Frau Uta (links), Bürgermeister Karsten Ruth, der Heimatvereinsvorsitzenden Andrea Müller und Ortsbürgermeister Heiko Gabriel.

Kalbe. „Diese Ausstellung hat das Potenzial, dass sogar ein alteingesessener Kalbenser noch etwas über seine Stadt erfährt“, sagte Bürgermeister Karsten Ruth bei der Ausstellungseröffnung im alten Kalbenser Wachhaus.

Auf der Ausstellungseröffnung waren viele interessierte Kalbenser anwesend. Laut Karsten Ruth können auch Einheimische bei der Ausstellung über ihre Stadt vieles Neues lernen.

Seit Dienstag können interessierte Besucher im Obergeschoss des Wachhauses in die Geschichte der Kalbenser Stadt eintauchen. Beginnend mit der Ur- und Frühgeschichte von Kalbe, der Ersterwähnung der Stadt, der Gründung des Laurentius-Klosters bis hin zur Brauereigeschichte, zur Geschichte der verschiedenen Vereine (Radfahrverein, Männerturnverein, Gesang- und Theaterverein,. . . ) sowie zur Gründung der Altmärkischen Kleinbahn Kalbe können sich Einheimische und Touristen erste geschichtliche Eindrücke holen. Einzelne Miniaturbauten wie das Gutshaus von Alvensleben, das Kutscherhaus, das Hotel „Zum Pottkuchen“ sowie das alte Kalbenser Gaswerk sind ebenfalls dort ausgestellt.

Ein ganzes Jahr Arbeit und das Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer trugen dazu bei, dass diese Dauerausstellung aufgebaut werden konnte. Finanziert wurde der Aufbau durch den Heimatverein und durch Kalbenser Firmen. „Die Stadt hat hier finanziell nichts einfließen lassen. Die Betreuung des Wachhauses liegt in den Händen von Ehrenamtlichen und ich bin stolz, dass sich so viele Menschen hier engagieren“, sagte Karsten Ruth. Nach Angaben von des Bürgermeisters kümmern sich derzeit etwa 30 Personen um die Instanthaltung des alten Wachhauses.

Initiator der Ausstellung ist der ehemalige Sparkassendirektor, Hobbyhistoriker, Mitglied des Kalbenser Heimatvereins und gebürtiger Kalbenser Hans Henning Krüger. „Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit der Geschichte meiner Heimat“, erzählte er stolz. Im Laufe der Jahre, während seiner Recherchearbeit sammelte sich viel an historischem Material an, welches heute in der Ausstellung vorzufinden ist. „Und das ist noch lange nicht alles“, wie er betont. Auch viele Einheimische haben ihm alte Gegenstände, Bilder und vieles mehr zur Verfügung gestellt.

Trotz der Dauerausstellung können weiterhin andere Veranstaltungen dort stattfinden. Die Ausstellung ist so konstruiert, dass sie bequem zur Seite geschoben werden kann. Besucher können ab dem 1. April – die Öffnungszeiten des alten Wachhauses haben sich geändert – immer freitags, sonnabends und mittwochs von 16 bis 17 Uhr die Ausstellung besichtigen. An Ostermontag ist das Wachhaus von 15 bis 16 Uhr geöffnet.

Von Marilena Berlan

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