„Märchenland“-Team startet Petition für verkehrsberuhigende Maßnahmen

Kalbe: Zebrastreifen oder Bremsschwellen

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An der Kita „Märchenland“ in Kalbe wird es regelmäßig zu den Bring- und Abholzeiten eng. Damit Eltern und Kinder sicher über die Straße kommen, wurde eine Petition für Zebrastreifen oder Bremsschwellen gestartet.

Kalbe – Er kam auf dem Fahrrad, seine Mama ebenfalls. Und plötzlich fuhr der Junge, obwohl er weiß, dass er es nicht soll, einfach über die Straße, während dort ein Auto entlangfuhr.

Ganz schön brenzlig war die Situation, die „Märchenland“-Erzieherin Astrid Schmieder vor Kurzem beobachtete, als die Kinder morgens in die Einrichtung kamen.

Auf der Gesamtelternversammlung kurze Zeit später sprach sie das Thema an. Initiiert wurde daraufhin gleich eine Petition, die verkehrsberuhigende Maßnahmen zum Ziel hat. Eigentlich ist die Gartenstraße sogar schon eine verkehrsberuhigte Zone. Dort herrscht ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern. Aber Fahrer, besonders wenn sie in Richtung Alter Bahnhofstraße durchfahren, halten sich oft nicht daran. Aber nicht nur deswegen kommt es immer wieder zu knappen Situationen vor der Kita und dem gegenüberliegenden Seniorenheim.

„Manche Eltern wollen am liebsten ganz nah an der Kita parken“, weiß Leiterin Katrin Berndt. Dann wird es eng, wenn jemand vorbeifährt. Dann laufen Kinder und Eltern über die Straße, es muss gebremst werden oder es geht plötzlich eine Autotür auf. Die 30er-Zone scheint nur bedingt hilfreich. „Wir, die Unterzeichner, fordern die Errichtung eines Fußgängerüberweges mit Zebrastreifen, alternativ Fahrbahnschwellen, als effektive Mittel zur Verkehrsberuhigung in der Gartenstraße zwischen Kindergarten ‘Märchenland’ und Seniorenpflegeheim ‘Klein Sanssouci’ Haus 2, für einen sicheren Übergang und mehr Sicherheit im Straßenverkehr in Kalbe/Milde“, wird in der Petition erklärt.

Auch Blumenkästen auf der Fahrbahn könne man sich vorstellen, „wir sind ja schließlich die Gartenstraße“, sagt Katrin Berndt. Die Unterschriftenlisten liegen unter anderem in der Kita selbst, in der Grundschule Astrid Lindgren, im Seniorenpflegeheim, Apotheken und noch anderen Betrieben aus. Bisher haben 250 Leute unterschrieben, so Katrin Berndt. Das Ziel sind 500 Unterschriften. Die Listen sollen dann Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth übergeben werden, in der Hoffnung, dass die Stadt als Straßenbaulastträger aktiv wird.

VON HANNA KOERDT

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