Tourismusverein Kalbe fragt nach Grünpflege

Weg an der Milde wird immer schmaler

Ein Radfahrer auf einem Weg an der Milde in Kalbe
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Der Weg auf dem Mildedeich nach Schenkenhorst wird immer schmaler und wächst zu. Das sorgte für Kritik beim Tourismusverein Kalbe.
  • Hanna Koerdt
    VonHanna Koerdt
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Nur noch hintereinander könne man dort entlanglaufen, sprach während der Jahreshauptversammlung des Altmärkischen Tourismusvereins eines der Mitglieder den Weg entlang der Milde an, der am Gardelegener Tor beginnt und raus in Richtung Schenkenhorst führt. Ein beliebter Spazier- und Radweg, nur wer ist für die Pflege zuständig?

Kalbe – Kilometerweit lässt sich der kleine Weg laufen, der entlang der Milde verläuft. Und er wird tatsächlich gerne von Radfahrern, Spaziergängern, Joggern oder Nordic Walkern genutzt. Jedoch wächst das Gras an beiden Seiten des Weges inzwischen wieder so hoch, dass das Laufen nebeneinander schwierig oder nicht mehr möglich ist. Einen Kinderwagen könne man dort auch nicht mehr gut schieben, wurde bei der Vereinsversammlung kritisiert. Der Weg sei inzwischen so schmal, dass es sich eher um einen Trampelpfad handle.

Die Kommune könne dort nichts machen, erklärte Bernd Pawelski, Mitglied des Tourismusvereins sowie des Stadtrates. Denn die Wasserbehörde sei zuständig. Tatsächlich ist es der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt in Osterburg. Denn der Weg verläuft auf dem Deich der Milde, welcher eine Hochwasserschutzeinrichtung ist und damit der Verantwortung des Landesbetriebs obliegt.

Aber: Für die Pflege des Weges ist in diesem Fall trotzdem nicht diese Behörde zuständig. Sondern doch die Stadt Kalbe. Der Landesbetrieb „duldet diesen Weg nur“, erklärt auf Nachfrage der Altmark-Zeitung Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. Wenn der Landesbetrieb dies nicht mehr tun würde, „müsste er verlegt werden. Wenn wir ihn aber nutzbar halten wollen“, erklärt der Bürgermeister weiter, dann sei die Pflege „die Aufgabe der Stadt“. Vermutlich bis zum Düker – Druckleitung zur Unterquerung der Milde – liege die örtliche Zuständigkeit bei der Einheitsgemeinde Kalbe, was aber immer noch ein weiter Weg ist für die Mitarbeiter des Bauhofes, um ihn abzumähen, was auch regelmäßig gemacht werden müsste. Völlig verwittern solle der Weg aber auch nicht, da er gerne von Spaziergängern genutzt und deshalb erhalten bleiben soll. Die Diskussion bei der Versammlung des Tourismusvereins soll deshalb als Anlass genommen werden, dass mit dem Bauhof sowie der Tourist-Info geschaut wird, ob es eine sinnvolle und nachhaltige Lösung gibt.

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