Regelung getroffen

Kalbe: Notfallplan für Kitas erarbeitet

Lediglich Kinder aus Familien, deren beide Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, werden in den Kalbenser Kitas noch betreut. Für alle anderen bleibt voraussichtlich bis 13. April die Tür geschlossen.
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Lediglich Kinder aus Familien, deren beide Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, werden in den Kalbenser Kitas noch betreut. Für alle anderen bleibt voraussichtlich bis 13. April die Tür geschlossen.

Kalbe. Am Sonnabendmorgen fand eine Besprechung mit allen Leiterinnen aller Kitas und Horte – auch der freien Träger – der Einheitsgemeinde Kalbe statt, um die erforderlichen Maßnahmen durch die landesweite Schließung der Kitas und Schulen zu besprechen.

Es wurde eine Notversorgung in Kalbe beschlossen. Betreut werden ausschließlich Kinder aus Familien, deren „beide Eltern“, betont Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth, „in Berufen tätig sind, die für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens notwendig sind“.

Dazu gehören der Gesundheitsbereich (Kliniken, Pflege, Medizinproduktherstellung), Versorgung (Energie, Wasser, Lebensmittel, Arznei), Justiz, Polizei und Freiwillige Feuerwehren, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer. Kinder aus solchen Familien werden auch weiter unterrichtet und gehen anschließend in die Horte der Einheitsgemeinde. In allen anderen Fällen müssen es die Eltern schaffen, dass ein Elternteil die Betreuung des Kindes übernimmt.

Ruth weist darauf hin, dass, „auch wenn das paradox klingt“, Großeltern nicht für die Betreuung eingesetzt werden sollten, da sie offiziell zur Risikogruppe gehören. In den Kalbenser Kindereinrichtungen wird ab Montag genau dokumentiert, welche Kinder zur Betreuung kommen und von wem sie gebracht werden, um im Notfall alles nachvollziehen zu können. Es könne sein, dass die Betreuung mehrerer Einrichtungen auch zusammengelegt wird, wenn die Kinderzahl sehr gering ist, aber „große Gruppen sollen nicht entstehen“, so Ruth.

Die Verwaltung hat eine Bandansage vorrangig für die Eltern eingerichtet. An den Kitas wurden entsprechende Hinweisschilder angebracht. Informationen kann man auch auf der Website www.stadt-kalbe-milde.de nachlesen. Für Nachfragen und in dringenden Fällen ist im Rathaus Kerstin Wilk unter Telefon (03 90 80) 9 71 50 zu erreichen. „Die Frist für die Schließung ist bis zum 13. April gesetzt. Es wird sicherlich noch eine Bewertung geben und eventuell eine Verlängerung“, so Ruth. Dies hängt letztlich davon ab, ob sich die Infektionswelle abschwächt.

Auch für das Rathaus in Kalbe gilt ab sofort: „Wir behalten unsere Öffnungszeiten bei, die Tür ist aber geschlossen“, erklärt Kalbes Bürgermeister. Das heißt: Alle, die ins Rathaus kommen, müssen klingeln und ihr Anliegen angeben, außerdem das Desinfektionsmittel im Eingangsbereich nutzen. Es wird darum gebeten, dass Bürger den direkten Kontakt begrenzen und stattdessen telefonisch oder per Email Kontakt mit der Stadtverwaltung aufnehmen.

VON HANNA KOERDT

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