Autofahrer sollen nicht mehr auf Grünfläche vor Kalbes Schulen stehen

Kette gegen wildes Parken auf der Grünfläche

Autofahrer haben ihre Fahrzeuge auf der Grünfläche an der Busschleife an der Kalbenser Westpromenade geparkt
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Weil seitlich der Busschleife an der Westpromenade in Kalbe nur wenig Parkplätze sind, stellen Autofahrer ihre Pkw auf die dortige Grünfläche. Dagegen soll eine Kette angebracht werden, die die Grünfläche umzäunt.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Viele Eltern holen täglich an der Kalbenser Westpromenade ihre Kinder von der Schule und dem Hort ab. Die Parkplätze sind aber knapp, weshalb auf einer Grünfläche geparkt wird. Das soll bald beendet werden.

Kalbe – Ein Lob an die Mitarbeiter des Bauhofes sprach am Donnerstagabend Volkmar Erl in der Sitzung des Ortschaftsrates aus: Die Grün-Insel an der Busschleife an der Westpromenade sei wieder ordentlich gepflegt worden. Das bestätigte auch Kalbes Ortsbürgermeister Heiko Gabriel. Allerdings würden die Pflegearbeiten quasi zunichtegemacht – durch parkende Autos.

Immer wieder stehen auf der Wiese Autos, erklärte Heiko Gabriel, manchmal sogar „richtige Dauerparker“, so der Ortsbürgermeister. Besonders gestiegen ist die Zahl der Parkenden, seit im ehemaligen Schulgebäude die Brunauer Grundschule und der Hort sind. Doch auch schon vorher gab es die Problematik, da sich dort die Sekundarschule befindet. „Das ist eine Grünanlage, da hat kein Auto zu stehen“, machte Heiko Gabriel deutlich. Denn das wilde Parken auf der Fläche macht die grüne Wiese kaputt. „Der abgeflachte Bordstein lädt leider dazu ein“, erklärte Heiko Gabriel. Mit dem Ordnungsamt habe er deshalb schon gesprochen, doch die Stadt dürfe keine Strafzettel für das Parken auf dieser Grünfläche verteilen, „sie haben keine Handhabe“, klärte Heiko Gabriel auf.

Allerdings wird dort bald keiner mehr stehen können: Laut Ortsbürgermeister soll eine Kette um die Grünfläche gespannt werden, erklärte er den Ortschaftsratsmitgliedern. Auf Nachfrage bestätigt Renate Ahlfeld, Sachgebietsleiterin des Kalbenser Ordnungsamtes, dass tatsächlich rund um die Fläche eine niedrige Kette als Umzäunung angebracht wird, wenn der Haushalt der Stadt bestätigt ist.

Ob dies aber nun die richtige Maßnahme ist, fragte Volkmar Erl, der Leiter des AWO-Jugendfreizeitzentrums „Kroko“ ist, das sich im angrenzenden ehemaligen Schulgebäude befindet. Denn „das Parken und Halten ist schwierig“, erklärte Erl – es seien einfach nicht genügend Parkplätze vorhanden. Dann könnten die Eltern auch an der Schulstraße halten und auf ihre Kinder warten, der Fußweg sei nicht weit, entgegnete Heiko Gabriel. Jedoch wird auch an der Schulstraße morgens und mittags immer viel geparkt und gehalten, da dort die Grundschule ist, meinte Volkmar Erl. Renate Ahlfeld macht es noch unkomplizierter: Es kann doch einfach entlang der Westpromenade gehalten und geparkt werden, denn dort gibt es kein Verbot dafür.

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