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Neue, jüngere Mitglieder ins Vereinsboot holen

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Von: Hanna Koerdt

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Kinder springen ins Becken des Freibades in Kalbe
Kalbes Freibad soll auch in Zukunft Kindern und Jugendlichen Spaß bringen. Dafür setzt sich auch der Förderverein ein. Dieser will wieder mehr und auch jüngere aktive und fördernde Mitglieder für sich gewinnen. © Hanna Koerdt

Die Aktivitäten des Kalbenser Freibad-Fördervereins waren seit 2020 eingeschränkt. Das soll sich jetzt wieder ändern, entschieden die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung. Vor allem will man sich um neue, jüngere Mitglieder bemühen.

Kalbe – 46 Mitglieder hat der Kalbenser Freibad-Förderverein aktuell. Zehn – davon neun stimmberechtigte – Mitglieder kamen am Dienstagabend zur ersten Jahreshauptversammlung seit Mai 2019 zusammen. Elf Mitglieder verlassen den Verein zum Jahresende, informierte Vorsitzender Mirko Wolff. Viele davon seien eingetreten, weil ihre Kinder das Bad genutzt haben. Inzwischen sind diese älter und verbringen ihre Freizeit anders – der direkte Bezug der Familien zum Freibad schwindet damit. Im Verlauf der Versammlung wurde deshalb eines deutlich als Ziel formuliert: Der Förderverein muss wieder das Interesse für eine Mitgliedschaft wecken, besonders bei jungen Familien.

2018 und 2019 waren sehr gute Jahre, schaute Wolff kurz auf die Aktivitäten zurück. Es gab erfolgreiche Veranstaltungen, man konnte Sonnensegel und einen Rutschenturm auf dem Spielplatz neben dem Freibad aufstellen, Parkplätze wurden geschaffen und die Machbarkeitsstudie für das Freibad erstellt. 2020 kam dann der Bruch: Corona erlaubte keine Veranstaltungen, nicht einmal Arbeitseinsätze waren 2020 möglich. In diesem Jahr verzichtete der Vorstand freiwillig auf Veranstaltungen. Die Mitglieder bei der Versammlung zeigten sich enttäuscht, dass es keine Aktivitäten gab. Conny Appelmann, die neben Elke Gabriel und Kerstin Middelhoff zur Beisitzerin gewählt wurde, erzählte, dass viele Bürger zumindest das Familienfest zur Eröffnung erwartet hatten. Uwe Wolff, der am Dienstagabend zum zweiten Vorsitzenden und Inga Gabriel zur dritten Vorsitzenden gewählt wurde, berichtete, dass ein paar Mitglieder deshalb aus dem Förderverein austreten, weil es so wenig Aktivitäten gab und sie infolgedessen das Interesse verloren haben. „Die Luft ist raus“, fasste er die Beweggründe zusammen. Auf der anderen Seite aber fragten im Sommer immer wieder Leute nach Anträgen für eine Mitgliedschaft. Sogar ein Besucher aus Hamburg habe, berichtete Uwe Wolff, solches Gefallen an dem Kalbenser Freibad gefunden, dass er vom Schwimmmeister wissen wollte, wie er förderndes Mitglied werden kann.

„Das Interesse ist da, wir müssen uns nur öfter darstellen und Mitgliederwerbung machen. Das ist für uns sehr wichtig“, appellierte Uwe Wolff.

„Wir müssen die, die im Bad sind, direkt ansprechen“, pflichtete Heike Gabriel bei. Conny Appelmann ergänzte, dass man sich künftig bei Veranstaltungen anderer Vereine, von Kitas, Hort und Schulen, mit Kuchenständen und Co. präsentieren sollte: „Wir müssen dahin, wo potenzielle Mitglieder sind. Unser Verein ist schnelllebig. Wenn die Kinder klein sind, sind viele Eltern da. Wenn die Kinder 15, 16 sind, sind sie wieder raus.“ Doch eines sei allen bewusst: „Wir sind froh, dass wir noch ein Freibad haben.“ Auch Mirko Wolff, der als Vorsitzender wiedergewählt wurde, jetzt Wege finden, sich wieder präsenter zu machen. Dazu beitragen soll als erster kleiner Schritt, dass Mitgliedsanträge in der Kalbenser Tourist-Info ausgelegt werden. Ein weiterer Schritt ist, dass der Förderverein im kommenden Jahr wieder Veranstaltungen anbieten möchte.

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