Täter mussten flexen / Polizei sucht Zeugen

Kalbe: Geländer der Goliathbrücke geklaut

Die geklauten Felder des Geländers der Goliathbrücke zwischen Kalbe und Altmersleben
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Mehrere Felder des Stabmattengeländers der Goliathbrücke wurden gestohlen. Die Täter müssen geflext haben.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Am Dienstag, 6. April, erstattete die Stadt Kalbe Anzeige wegen Diebstahls bei der Polizei. Ein aufmerksamer Bürger hatte zuvor dem Ordnungsamt mitgeteilt, dass mehrere Felder des Geländers der Goliathbrücke über die Milde fehlen würden.

Kalbe – Insgesamt wurden zehn Felder des Stabmattenzaunes entwendet, erklärt auf Nachfrage der AZ Bauamtsmitarbeiterin Kerstin Schulz.

Der Schaden liege bei etwa 1500 Euro. „Wir bitten die Bürger, sowohl aus Richtung Altmersleben als auch Kalbe, aufmerksam zu sein“, sagt Kerstin Schulz, denn der oder die Täter könnten zurückkehren und auch noch die restlichen Felder stehlen. Sie müssen sie abgeflext haben, denn nur so konnten Metallstabmatten entfernt werden. Schon zuvor waren Teile des Geländers gestohlen worden, weshalb sie anschließend zusätzlich gesichert wurden. Die entwendeten Zaunfelder haben eine Größe von circa 1,20 x 2,40 Meter.

Der Tatzeitraum wird irgendwann zwischen Ostermontag, 5. April, 10 Uhr, und Dienstag, 6. April, bis 8 Uhr vermutet. Zeugen, denen ein Auto mit Ladung oder etwas anderes aufgefallen ist, werden gebeten, sich im Polizeirevier Salzwedel unter der Telefonnummer (0 39 01) 84 80 zu melden.

Das Geländer war erst Anfang 2018 angebracht worden. 2017 hatte der Altmärkische Tourismusverein Kalbe für die Erneuerung der Brücke, die Teil der Milde-Biese-Aland-Tour ist, einen Antrag auf Förderung der VR-Stiftung bei der Raiffeisenbank Kalbe-Bismark gestellt. „Wir sind alle enttäuscht“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Melissa Schmidt zu dem erneuten Diebstahl. Um Bürgern etwas zu bieten, „geben wir uns Mühe“, aber das Engagement werde so alles andere als wertgeschätzt, bedauert Schmidt. Die Stadt prüft, sagt Kerstin Schulz, wie das Geländer nun wieder hergestellt werden kann. Eventuell mit einer Alternative? Denn „wenn hier alle zwei Jahre neu Geld ausgegeben werden muss, kriegen wir damit auch irgendwann ein neues Holzgeländer“, sagt Melissa Schmidt.

Solange die Teile des Geländers nicht ersetzt sind und die Brücke für Nutzer wieder sicher ist, bleibt sie gesperrt, sagt Kerstin Schulz.

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