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Wohnungen stehen zur Verfügung

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Von: Hanna Koerdt

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Ein Wohnblock in Kalbe
An der Straße der Freundschaft und der Straße der Einheit in Kalbe bereitet die Stadt Wohnungen für Geflüchtete aus der Ukraine vor. © Hanna Koerdt

Kalbe – „Wir bereiten uns vor“, sagt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. Und zwar darauf, dass in naher Zukunft auch in Kalbe Geflüchtete aus der Ukraine ankommen und hier wohnen werden.

Pro-aktiv, in dem Sinne, dass Geflüchtete direkt von den Grenzen oder Bahnhöfen abgeholt werden, sei die Stadt nicht tätig, erklärt der Bürgermeister. Stattdessen erwartet die Kommune, dass der Landkreis der Stadt Geflüchtete für die Unterbringung zuweist. Wie viele Menschen in die Kommunen eines Landkreises kommen, wird mithilfe eines errechneten Schlüssels festgelegt. So funktionierte es auch schon in den Jahren 2014/15, als in Kalbe einige Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan aufgenommen wurden. Die Stadt macht sich jetzt bereit dafür, dass erneut Familien geeigneten Wohnraum benötigen. Deshalb werden die kommunalen Zwei- bis Vierraum-Wohnungen nun bezugsfertig gemacht, sodass sie in absehbarer Zeit verfügbar sind und ein eventueller Einzug dann schnell und problemlos erfolgen kann.

Neben den Wohnungen, die im Eigentum der Stadt sind, gibt es aber auch viele Bürger, die eigenen privaten Wohnraum zur Verfügung stellen möchten. „Wir sind glücklich, jetzt schon viele Angebote von Privatpersonen zu haben“, berichtet Karsten Ruth. Teils werden sogar Wohnungen angeboten, die teil- und sogar vollmöbliert sind. „Es ist erfreulich, wie viel Hilfsbereitschaft gezeigt wird, es gibt ganz viel Empathie“, sagt Karsten Ruth. Auch wegen Sachspenden haben sich in den vergangenen Tagen viele Bürger der Einheitsgemeinde bei der Verwaltung gemeldet. „Wir sehen aber davon ab, jetzt pauschal zu sammeln und einzulagern“, erklärt Ruth. Denn einen gewissen Puffer an Erstausstattungen für die Familien aus der Ukraine habe die Stadt bereits. „Es gibt umfassende Angebote, die wir dann direkt abrufen können“, berichtet der Bürgermeister, so könne man schnell und spontan reagieren. Falls dann noch weiterer Bedarf für Möbel und Co. besteht und bezifferbar bzw. benennbar ist, was genau und wie viel gebraucht wird, „würden wir auch noch zu Spenden aufrufen“, erklärt der Bürgermeister.

Ein eigenes Spendenkonto für Geldspenden hält die Stadt nicht vor, sondern verweist auf das Spendenkonto des Altmarkkreises Salzwedel, welches dafür eingerichtet wurde. Informationen dazu stehen auf der Homepage der Einheitsgemeinde unter www.stadt-kalbe-milde.de.

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