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Als Schulsportplatz oder Sportzentrum sanieren?

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Von: Hanna Koerdt

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Der Sportplatz an der Ostpromenade in Kalbe und der dazugehörige Sanitärtrakt.
Der Sportplatz an der Ostpromenade in Kalbe und der dazugehörige Sanitärtrakt sind sanierungsbedürftig. © Hanna Koerdt

Der Sportplatz und Sanitärtrakt an der Ostpromenade in Kalbe bedürfen der Sanierung. Nur muss der Stadtrat erst entscheiden, als was – Schulsportstätte oder allgemeines Sportzentrum – man das Areal sanieren sollte.

Kalbe – Dass der Sportplatz an der Ostpromenade in Kalbe und das dazugehörige Gebäude, in dem sich die Umkleiden sowie Sanitäranlagen befinden, sanierungsbedürftig sind, ist offensichtlich und innerhalb städtischer Gremien auch schon seit längerem Thema. Doch „wir sollten mal anfangen, das richtig zu besprechen“, forderte kürzlich Kalbes Ortsbürgermeister Heiko Gabriel in der Sitzung des Finanz- und Sozialausschusses. Als erster Schritt müsste sich der Stadtrat allerdings einig werden, was für die Zukunft des Areals überhaupt gewünscht ist.

Der Sportplatz und das Gebäude seien eine „riesen Baustelle“, so Gabriel. Zuletzt hatten den Zustand die Mitglieder des VfL Kalbe bei ihrer Versammlung kritisiert, wo Gabriel zu Gast war. Der VfL allerdings hatte sich jüngst um keine Förderung für den Sportplatz bemüht. Er ist aber auch nicht Hauptnutzer der Anlage, auch wenn dort Leichtathleten und gelegentlich auch Fußballer trainieren und sich am Sanitärtrakt eine Kegelbahn befindet. Der Platz wird vor allem von den Schülern der Sekundar- und Grundschulen genutzt. „Der Platz dient nicht vornehmlich dem Breitensport“, erklärt auf Nachfrage der AZ Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth und stellt klar: „Damit ist eine Fördervoraussetzung für die Sportstättenförderung weggefallen“.

Da hier verschiedene Schulträger verantwortlich sind, nämlich Altmarkkreis und Kommune, und auch der VfL hier trainiert „müssen wir alle Beteiligten an einen Tisch holen. Landkreis, Stadt und Verein gehören da zusammen“, argumentierte Gabriel, statt dass nur einer die finanzielle Last trägt. Über eine Million Euro würde die Sanierung sicherlich kosten, erklärte der Ortsbürgermeister, woraufhin Ausschussmitglied Mirko Wolff ihm Optimismus bescheinigte, da eine Sanierung sicherlich die Millionen-Grenze deutlich überschreiten würde.

Letztlich hängen die Kosten davon ab, was eine Sanierung tatsächlich umfassen würde. „Wir müssen uns klar werden, was wir wirklich wollen“, sagt Karsten Ruth. Im Raum ständen verschiedene Modelle: Den Platz mit Sanitärtrakt als Schulsportstätte sanieren. Oder aber das Areal als großes Sportzentrum mitsamt des Freibades – das Freibad kann als Sportbad betrachtet werden – zu definieren und dieses in die Sanierung miteinzubeziehen. Die jeweiligen Modelle führen zu unterschiedlichen Synergieeffekten mit unterschiedlichen eventuellen Förderungen.

Der Stadtrat muss sich zunächst also auf ein Grundkonzept einigen. Der Kalbenser Ortschaftsrat hat die Sanierung aber trotzdem schon auf die Investitionswunschliste für 2022 gesetzt.

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