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Am Karpfenteich oder zurück zur Burg?

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Von: Hanna Koerdt

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Der Weihnachtsmann beschenkt Kinder
Weihnachtlich wurde es in diesem Jahr in Kalbe am Karpfenteich, statt an der Burg. Der Adventsmarkt am neuen Standort kam bei Besuchern und Händlern gut an. © Lea Weisbach

„Nur positive Resonanz“, sagt die Vorsitzende des Altmärkischen Tourismusvereins Kalbe, Melissa Schmidt, gab es zum ersten „Lichterglanz am Karpfenteich“ in Kalbe. Ist damit das Burgareal als Standort für den Adventsmarkt endgültig raus?

Kalbe – Der Altmärkische Tourismusverein Kalbe lud zum ersten Mal nicht auf das Gelände der Wasserburg ein, sondern an den Karpfenteich an der Gartenstraße. Unterstützung gab es vom Kalbenser Heimatverein, von dem die Buden kamen und auch aufgebaut wurden, von Firmen und Einrichtungen sowie der Stadt Kalbe. Lichterketten in den Bäumen, Teelichter in Papiertüten und Schwedenfeuer rund um den Teich sorgten für eine gemütliche Atmosphäre. „Die Lichter waren perfekt. Es ist ein schönes Ambiente“, sagt Melissa Schmidt, welches bei den Besuchern ebenso gut ankam.

Ponyreiten, ein Streichelzoo, Handgemachtes und Kulinarisches lockten am Sonntag zahlreiche Besucher an. Laut der Händler sogar deutlich mehr Besucher, als zur Burgweihnacht, erklärt Melissa Schmidt: „Wir haben aber nicht gezählt“. Dafür spricht aber wohl, dass Essen und Getränke am frühen Abend komplett verputzt und ausgetrunken waren. „Die Besucher haben also alle Angebote genutzt, die es gab. Das ist natürlich auch gut für die Händler. Sie waren sehr zufrieden“, resümiert die Vereinsvorsitzende.

Schäferin Silvia Krause hatte einen kleinen Streichelzoo aufgebaut, sodass die Kinder Schafe aus nächster Nähe sehen und sie auch anfassen konnten. Mit Unterstützung der Reitkinder Marisol Kepplinger und Enya Kamith war es für Mädchen und Jungen möglich, auf Ponys des Reiterhofes Dammkrug aus Güssefeld zu reiten. Außerdem gab es viele Stände mit Handgemachtem. Unter anderem von den Kalbenser Handarbeitsfrauen „Heiße Nadeln“, die gestrickte und gehäkelte Kuscheltiere, Mützen, Handschuhe und Co. anboten. Beim Angelsportverein „Mildeufer 1935“ gab es neben Fischbrötchen auch geräucherten Käse und Schinken. Auf einer Bühne traten neben der Band „Fairykelt“, dem Kroko Club und dem Posaunenchor Gladigau auch Kinder der Kindertagesstätte „Märchenland“ auf. Und auch der Weihnachtsmann fand seinen Weg nach Kalbe. Nach einem Gedicht oder Ständchen gab es für die Kinder Süßes und ein Wunschlicht, welches sie an den „Wunschzauberbaum“ stellen konnten, in der Hoffnung, dass ihr Wunsch bis Weihnachten in Erfüllung geht.

„Alle waren sehr zufrieden“, fasst Melissa Schmidt zusammen. Den Gästen gefiel es, dass das Areal wesentlich weitläufiger war, als das an der Burg. „Man ist sich nicht auf die Füße getreten“, so Schmidt weiter, die mit ihren Mitstreiterinnen den „Lichterglanz am Karpfenteich“ noch intensiv auswerten wird, um kleine Kritikpunkte, die den Organisatorinnen im Ablauf aufgefallen sind, im kommenden Jahr noch besser zu machen. Eines hat der Vorstand aber schon am Sonntag während des Marktes für sich entschieden: „Eine Burgweihnacht ist für uns erstmal keine Option mehr“, sagt die Vorsitzende. Die Burg in allen Ehren, aber der Karpfenteich sei ebenfalls „ein wunderschönes Gelände, das es wert ist, so präsentiert zu werden. Wenn der Kurpark nächstes Jahr fertig ist, lässt sich sogar noch mehr daraus machen“, findet Melissa Schmidt.

Der neue Standort bietet letztlich auch mehr Platz, auch für noch mehr Stände. „Ein Händler, der bei der Burgweihnacht immer dabei war, aber diesmal nicht, hat sich am Sonntag schon gemeldet und gesagt: ‘Merkt mich vor’“, freut sich Melissa Schmidt.

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