Kakerbeck jetzt Impfzentrum-Außestelle

Dezentrales Impfen in Kalbe erfolgreich

Zwei Senioren vor dem Dorfgemeinschaftshaus und Impfzentrum Kakerbeck
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Irmgard und Horst Glaue aus Winkelstedt waren sehr zufrieden mit dem Impfen im Kakerbecker Dorfgemeinschaftshaus.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Am Dienstag, 30. März, fanden in Kakerbeck und in Badel die letzten Termine des dezentralen Impfens statt. Das Dorfgemeinschaftshaus in Kakerbeck bleibt aber als Außenstelle des Gardelegener Impfzentrums offen.

Kakerbeck – „Die Voraussetzungen hier sind sogar schöner als in Gardelegen“, sagt Yves Müller, der organisatorische Leiter des Impfzentrums. Beim Termin der Erstimpfung des dezentralen Impfens in Kakerbeck fiel dies auf. Die räumlichen Gegebenheiten sind ideal, denn sie sind barrierefrei, inklusive der Toiletten, der vordere große Raum kann als Vorbereitungs- und Aufnahmeraum genutzt werden, in einem separaten kleinen Raum wird die Impfung selbst vorgenommen und im Anschluss geht es von dort in einen dritten großen Raum mit separatem Ausgang, wo die geimpften Bürger für die Nachsorge noch 15 Minuten warten sollen, bevor sie nach Hause gehen. „Wir haben deswegen mit dem Bürgermeister Karsten Ruth Kontakt aufgenommen und gefragt, ob eine Nutzung als Impfzentrum auch über diesen Termin hinaus möglich wäre. Er hat das auch gleich unterstützt“, ist Yves Müller dankbar. Über die Osterfeiertage wird hier geimpft „und wenn es gut läuft und die Impfdosen da sind hoffentlich auch danach“, sagt Yves Müller.

Mit dem dezentralen Impfen in der Einheitsgemeinde Kalbe sind alle sehr zufrieden. „Ein großes Dankeschön für die Organisation, bei uns hat das großartig geklappt“, sagen Irmgard und Horst Glaue aus Winkelstedt. Sie hatten sich nicht um einen Termin in Gardelegen oder Salzwedel bemüht, weil dies für die beiden zu weit weg gewesen wäre, „aber hier ist es von Winkelstedt ja nah“, so Horst Glaue. Heidi Kloß war zur Erstimpfung in Badel, zur Zweitimpfung in Kakerbeck, wohnt aber in Kalbe. Sie ist 74 Jahre alt und hatte die Anmeldung über das Internet für ein Impfzentrum versucht, brach dann aber ab, als sie bei der Angabe des Alters ankam, „da wäre ich doch schon raus gewesen“, dachte Heidi Kloß. Sie entspricht zwar nicht dem Alter der ersten impfpriorisierten Gruppe, ist aber Risikopatientin. Angeschrieben wurde sie von der Stadtverwaltung deshalb nicht, ließ sich aber von ihrem Hausarzt Dr. Daniel Graf beraten. Er war neben Dr. Ulrike Fechner beim dezentralen Impfen der zuständige Mediziner und konnte ihr weiterhelfen.

Das dezentrale Impfen „war das Beste, was uns passieren konnte“, sagt Dr. Ulrike Fechner, die in Kakerbeck vor Ort war, denn „in unseren Praxen hätten wir nie diesen Durchlauf hinbekommen.“ Die Patienten in Praxen möchten erfahrungsgemäß noch über weitere gesundheitliche Probleme sprechen und sie gleich mit untersuchen lassen, beispielsweise „ihren Zucker oder Bluthochdruck, aber hier steht das Impfen im Zentrum. So effektiv lässt sich in den Praxen nicht impfen“, findet die Medizinerin, auch wenn es trotzdem wichtig sei, dass das Impfen bei den Hausärzten losgeht. Am Dienstag nach Ostern sollen Impfstoffe für Praxen kommen, wie viele, sei aber noch unklar, erklärt Fechner. Eine Ampulle von Biontech seien sechs Impfdosen, eine Ampulle von AstraZeneca sogar zehn. Man brauche „davon ein Vielfaches“, sagt Dr. Ulrike Fechner, und meint damit, dass es eine entsprechende Patientenanzahl geben muss, damit der angebrochene Impfstoff nicht verfällt. „Das ist ein großer logistischer Aufwand“, sagt die Ärztin. Deshalb sei sie „dem Bürgermeister und der Verwaltung und Yves Müller sehr dankbar, denn die ganze Logistik, die dafür nötig war, ist eine große Leistung. Sie haben ganz viel Vorarbeit geleistet“, betont Dr. Ulrike Fechner.

Vom Ordnungsamt in Kalbe war Jörg Gille in Kakerbeck vor Ort, außerdem die Stadtratsmitglieder Ulf Kamith und Michael Rieke, die mithalfen. Es gab in den Ortschaften bei den insgesamt vier Terminen noch mehr Freiwillige aus der Kommunalpolitik, denen, so wie allen Akteuren, Karsten Ruth in der vergangenen Stadtratssitzung ebenfalls dankte.

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