Kalbenser Schützegilde beschließt im Zuge der Jahreshauptversammlung Anschaffung eines Sanitärcontainers

Jetzt werden Angebote eingeholt

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Nach der Neuwahl der aktuelle Vorstand: Tessa Pretz (v.l.), Franta Schettge und Cornelia Niebel mit ihrem Vorgänger Peter Niebel.

mb Kalbe. Aus Kostengründen mussten die Schützenschwestern und -brüder der Kalbenser Schützengilde im vergangenen Jahr das lang ersehnte Projekt, den Anbau eines Toilettentraktes am Schießstand, auf Eis legen.

Im Zuge der Jahreshauptversammlung am Freitagabend wurde nun darüber abgestimmt, ob sich die Gilde alternativ um einen Toilettencontainer bemühen soll. Die anwesenden Schützen gaben ihr Ja zum Vorhaben, womit sich der Gildevorstand nun um Fördermöglichkeiten kümmern und konkrete Angebote einholen kann.

Doch bevor es zur Abstimmung kam, zog der Vorsitzende Franta Schettge eine durchaus positive Jahresbilanz. 2017 hat sich viel auf dem Schießstand der Gilde im Vahrholzer Wald getan – die Ansicht habe sich laut Schettge gewaltig verändert. Dafür dankte er allen Mitgliedern der Gilde, die dort einen Großteil ihrer Freizeit investiert haben.

Im vergangenen Jahr wurde Michael Blume zum 1. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, was dem Vorstand, der sich regelmäßig getroffen hat, gut getan hat. Die Gilde war auf vielen Festen vertreten und beteiligte sich an zahlreichen schießsportlichen Veranstaltungen in der Region, auf Kreis- und Landesebene sowie bundesweit. Hier war Cornelia Niebel sehr erfolgreich.

Der 1. Mai ist neben dem Schützenfest im August und dem Goliath-Pokal einer von drei Gilde-Höhepunkten. Der Tag der offenen Tür am 1. Mai war sehr gut besucht. Und es mache immer wieder Freude, hier auch die Volksschützenkönige zu ermitteln.

Peter Niebel ist nicht mehr Hauptschießsportleiter. Franta Schettge dankte ihm im Namen aller für sein langjähriges Engagement.

Auch zum Schützenfest mit der Proklamation der neuen Gildemajestäten waren viele Gäste gekommen. Beim Schützenball am Abend mit Livemusik tanzte man bis in den Sonntagmorgen. Zum Goliath-Pokal konnte die Schützengilde die Zahl der Teilnehmer mit über 70 halten – dies sei schon seit einigen Jahren der Fall, informierte der Vorsitzende.

Dass die Mildestadt auch auf Bundesebene kein weißer Fleck mehr ist, dafür sorgte 2010 Pierre Niebel, als er Bundesschützenkönig wurde. Im letzten Jahr hingegen machte Cornelia Niebel auf Kreis-, Landes- und Bundesebene auf sich und somit auch auf die Kalbenser Schützen aufmerksam. Aber auch die anderen Gildemitglieder waren bei diversen Schießwettbewerben treffsicher. Beim Vergleichsschießen mit der Partner-Gilde aus Winsen, konnten die Kalbenser nach drei Jahren den großen Pott wieder in die Mildestadt holen, erzählte Noch-Hauptschießsportleiter Peter Niebel, der am späteren Abend sein Amt an Cornelia Niebel weitergab.

Dr. Helmut Bender wurde der Verdienstorden des Kreisschützenverbandes Altmark West verliehen.

Im Zuge der Versammlung standen nämlich auch wieder Wahlen an. Franta Schettge wurde als Vorsitzender bestätigt. Cornelia Niebel ist ab sofort Hauptschießsportleiterin (wir berichteten) und Tessa Pretz ist neue Kassenprüferin. Auch eine Neuaufnahme gab es zu verzeichnen: Marcel Schmidt aus Gardelegen wurde als neues Mitglied begrüßt. Dem gegenüber steht allerdings ein Austritt sowie ein Ausschluss.

Auch eine besondere Ehrung wurde begangen: Dr. Helmut Bender, Gründungsmitglied der Schützen, der in wenigen Tagen seinen 80. Geburtstag feiert, erhielt den Verdienstorden des Kreisschützenverbandes Altmark West, den ihm Franta Schettge unter großem Applaus der anderen Gildemitglieder überreichte.

Zwar feierte die Kalbenser Schützengilde im vergangenen Jahr das 25-jährige Bestehen nach Wiedergründung, aber in diesem Jahr steht das Gesamtjubiläum an: Die Gilde ist, so sagt es auch die Jahreszahl 1848 im Namen, stolze 170 Jahre alt.

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