Zwei Schüler der Sekundarschule Kalbe verzichteten auf Tests

Corona-Pflichttests werden zuhause gemacht

Coronatests sind nun für Schüler Pflicht. Weil sie nicht daran teilnehmen möchten, wurden in der Sekundarschule Kalbe nur zwei Schüler von ihren Eltern aus dem Unterricht genommen.
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Coronatests sind nun für Schüler Pflicht. Weil sie nicht daran teilnehmen möchten, wurden in der Sekundarschule Kalbe nur zwei Schüler von ihren Eltern aus dem Unterricht genommen.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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In dieser Woche musste die gesamte Schülerschaft der Sekundarschule Kalbe, um am Unterricht teilnehmen zu dürfen, einen negativen Coronatest vorlegen. Nur zwei Elternhäuser entschieden sich dagegen.

Kalbe – Die Akzeptanz dieser durchaus kritisierten Maßnahme ist in Kalbe gut. Das liegt auch daran, dass die Eltern eingebunden wurden und die Tests zuhause statt in der Schule gemacht werden. Die Testungen in der Schule „kosten sehr viel Zeit“, erklärt Schulleiter Ulf Gahrns. Und die Schüler, bei denen der Test positiv ausfällt, sind zuhause „gleich aus der Kohorte raus“ statt bereits in der Schule. Auch schützt die Regelung die Schüler vor einer eventuellen Stigmatisierung im Falle eines positiven Ergebnisses in der Schule. Denn schließlich kann ein nachfolgender PCR-Test negativ ausfallen. „Alle Tests kamen negativ zurück“, erklärt Gahrns auf Nachfrage der AZ. Bei ein paar Schülern wurde das Testergebnis zuhause nicht angezeigt. Sie wurden vor Ort am Morgen nochmals getestet.

Lediglich zwei Schüler wurden von ihren Eltern aus dem Unterricht genommen, weil sie keine Corona-Tests machen wollten. „Wir haben Gespräche mit den Eltern geführt. Sie reichen jetzt wöchentlich die Befreiung vom Präsenzunterricht ein“, erklärt Ulf Gahrns. Die Schüler müssen sich nun den Lernstoff selbstständig besorgen und lernen. Denn neben dem Präsenzunterricht, der aktuell läuft, sei nicht noch zusätzlicher Distanzunterricht möglich. Das wurde auch in der Verordnung vom Land festgelegt.

Vor der Testpflicht gab es „wesentlich mehr Zweifelsfälle“, sagt Ulf Gahrns, was sich aber „durch die Art und Weise des Herangehens aller relativiert hat“. Dass die Tests zuhause gemacht werden dürfen, wurde positiv aufgenommen. Und viele Eltern wie auch Schüler wurden beruhigt, als klar wurde, dass es sich bei den Schnelltests um jene handelt, die im vorderen Bereich der Nase gemacht werden. Viele hätten im Vorfeld erschreckende Videos von Abstrichen im Nasen- und Rachenbereich im Internet gesehen, doch sie erfuhren im Gespräch mit den Verantwortlichen der Schule, dass das Prozedere anders ist als dort gezeigt. „Manchmal hilft auch viel Kommunikation“, sagt Ulf Gahrns. Besonders die Klassenleiter und Klassenleiterinnen „haben hervorragende Aufklärungsarbeit geleistet“, dankt er seinem Kollegium.

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