Sigrun Mösenthin: „Ich habe so viel Glück gehabt“

Jeetzes Kitaleiterin feiert ihr 40-jähriges Dienstjubiläum

Jeetzes „Knirpsenland“-Leiterin Sigrun Mösenthin wurde zu Beginn der Feier zu ihrem 40. Dienstjubiläum von allen Kitakindern mit Rosen beschenkt. Dazu lief das Lied „Für dich soll´s rote Rosen regnen“.
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Jeetzes „Knirpsenland“-Leiterin Sigrun Mösenthin wurde zu Beginn der Feier zu ihrem 40. Dienstjubiläum von allen Kitakindern mit Rosen beschenkt. Dazu lief das Lied „Für dich soll´s rote Rosen regnen“.

Jeetze – „Für dich soll´s rote Rosen regnen“ – als das Lied gestern auf dem Hof der Kita „Knirpsenland“ in Jeetze erklang, wurde Sigrun Mösenthin aus dem Gebäude herausgeführt und bekam entlang des Weges zum Vorderhof von jedem Kitakind Rosen geschenkt.

Da kullerten auch gleich zu Beginn der Feier zum 40-jährigen Dienstjubiläum der Kitaleiterin bei ihr die ersten Tränen.

Es dürfe nicht nur geweint werden, wenn man traurig ist oder etwas wehtut, sondern auch „wenn man ganz, ganz glücklich ist“, erklärte Sigrun Mösenthin den Kindern. Sie war nicht die Einzige, die vor Glück weinte, auch ihre Kolleginnen und Wegbegleiter waren sichtlich gerührt. Und bescheinigten ihr, dass ihr Beruf Berufung ist. Jeden Morgen, erklärte beispielsweise Katja Reinecke vom Elternkuratorium, begrüße Sigrun Mösenthin die Eltern und Kinder voller Freude. Sie sorge dafür, dass die Kinder hier nicht nur Grundlagen lernen, sondern „sich an ein tolles Stück Kindheit“ erinnern.

Ein Gedicht von Julia Laudien berichtete ebenso von dem Herzblut, das Sigrun Mösenthin in die Einrichtung, ihr Team, die Kinder und ihre Arbeit hineinstecke. Falls ihr nach nun 40 Jahren, 30 davon als Leiterin, die Puste ausgeht, kann sie ab sofort auf einen Pillenbaum – mit bunten süßen Dragees gegen Kopfweh, für den Magen und alle möglichen anderen Symptome – zurückgreifen. Aber bevor der zum Einsatz kommt, wird wohl noch viel Zeit vergehen, meinte auch Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. Er dankte Sigrun Mösenthin für ihre tolle Arbeit und ihr Engagement und betonte, wie schön es sei, dass die Kita auch so eng verbunden mit dem kulturellen Dorfleben sei. Auch Erika Sasse, die vor Sigrun Mösenthin die Kita leitete, meinte: „Ich konnte mit ruhigem Gewissen in den Ruhestand gehen.“

An Rente will Sigrun Mösenthin gar nicht denken – sie ist noch immer motiviert und brennt für ihr „Knirpsenland“. Zwar habe sie auch in Magdeburg zu Beginn ihres Berufslebens als Erzieherin gearbeitet, aber in Jeetze „habe ich das Laufen gelernt“, so Sigrun Mösenthin, die die „Wärme und Liebe“, die sie hier kennengelernt habe, einfach nur fortführe. Sie bedankte sich bei allen, ob Erzieherinnen, Küchenteam, Eltern, Kinder oder Träger, und resümierte über das viele Lob über ihre Arbeit: „Das ist nur möglich, weil ich nie alleine war“ und „Ich habe so viel Glück gehabt“. VON HANNA KOERDT

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