Osterwanderung, Burgweihnacht und Co. auch 2019 im Plan

25 Jahre Tourismusverein Kalbe: „Auf dieses Ereignis wollen wir anstoßen“

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Der neu gewählte Vorstand des Tourismusvereins Kalbe: Gerhild Schulz (v.l.), Heidrun Starke, Melissa Schmidt (Vorsitzende), Bernd Pawelski, Sigrid Gassel, Marianne Stiemert und Kerstin Schulz.

Kalbe – Vorab aufgefallen war es keinem, bis Melissa Schmidt in Vorbereitung der Jahreshauptversammlung auf das Datum stieß: Am 31. Januar 1994, also vor 25 Jahren, gründete sich der Altmärkische Tourismusverein Kalbe. „Auf dieses Ereignis wollen wir anstoßen“, begrüßte die Vorsitzende die Mitglieder und Gäste im Eiscafé Piccolo.

Der Höhepunkt des vergangenen Jahres für den Vorstand war die Freigabe der Goliathbrücke, die durch eine Förderung der VR-Stiftung und Raiffeisenbank Kalbe-Bismark erneuert werden konnte: „Wir dachten wirklich schon, wir müssten die Brücke und den Radweg sperren“, so Melissa Schmidt in ihrem Jahresrückblick.

Beteiligt hat sich der Verein mit einer Seite im Ferienmagazin „Die Altmark“. Und es gab guten Zuspruch zu den Veranstaltungen, die der Verein, dem aktuell 32 Mitglieder angehören, jedes Jahr anbietet und organisiert. So wird es auch in 2019 am Karfreitag die mit der NABU-Fachgruppe gemeinsam durchgeführte Osterwanderung in Vienau geben.

Außerdem eine Radtour und einen Tagesausflug mit einem Bus – da es noch kein konkretes Ziel gibt, können Mitglieder gerne Vorschläge machen. Traditionell am 1. Advent findet die Burgweihnacht statt. Des Weiteren wird sich der Verein in diesem Jahr gemeinsam mit der Tourist-Info dem Thema Radwegebeschilderung und auch Wegeleitsystem in der Stadt widmen.

Neuer Verband gegründet

Über neue Entwicklungen im altmarkweiten Tourismus informierte bei der Versammlung Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth. In der kommenden Woche findet die konstituierende Sitzung des neuen Tourismusverbandes statt.

Bis vor wenigen Jahren existierten hier noch der Regionalverein Altmark und der Tourismusverband Altmark. „Beide hatten fast denselben Aufgabenkatalog zu erfüllen“, erklärte Ruth. Es wurde dann über eine Zusammenschmelzung nachgedacht, doch dazu kam es nicht. Stattdessen wurde sich nun für eine Lösung entschieden, die auch allen juristischen Anforderungen gerecht wird, nämlich der Gründung eines Zweckverbandes.

Dies schlägt allerdings beim Kalbenser Tourismusverein sowie Privatpersonen wie beispielsweise Hoteliers und Gastronomen insofern durch, dass sie in diesem Zweckverband nicht Mitglied sein können, „dies geht nur für öffentliche Gebietskörperschaften“, so Ruth. Das sind die Landkreise und Kommunen, wobei nach aktuellem Stand auch nicht alle Gemeinden der Altmark dem Zweckverband beitreten möchten.

Allerdings sollen die Akteure wie eben der Kalbenser Tourismusverein und andere Partner mit ins Boot geholt werden, mit denen man eng zusammenarbeiten möchte. Dies soll über einen Förderverein laufen.

Der Name des Zweckverbandes soll „Altmärkischer Regionalmarketing- und Tourismusverband“ und der Sitz in Tangermünde sein. „Alles ist noch unter Vorbehalt zu betrachten“. Kalbe wird vertreten durch Karsten Ruth und Ingrid Bösener als Stellvertreterin, das Stimmrecht beträgt eine Stimme pro 1000 Einwohner.

VON HANNA KOERDT

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