Ehepaar bittet Stadt Kalbe um finanzielle Unterstützung bei Sterilisierung streunender Katzen

„Irgendwann ist einfach genug“

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Inge und Thomas Voth mit den beiden Katern Siggi (links) und Fussel. Kater Fussel ist dem Ehepaar zugelaufen. Seither kümmern sich die beiden liebvoll um ihn.

Kakerbeck. Die Eheleute Inge und Thomas Voth aus Kakerbeck lieben Tiere und bezeichnen sich als Katzenfreunde. Insgesamt haben sie 10 Katzen – vier gehören ihnen und die restlichen sechs sind Dauergäste in ihrem Haus.

Das heißt, die Tiere sind ihnen zugelaufen und sie kümmern sich liebevoll um sie.

Doch wenn es nur bei der Anzahl der Katzen bleiben würde. Nein, bei Weitem nicht. Mittlerweile suchen auch streunende Katzen Obdach bei dem Ehepaar. Und als würde das nicht reichen: „Es gibt Menschen, die ihre Tiere sogar bei uns absetzen“, sagt der Versicherungsfachmann. „Die Katzen, die allein zu uns zum Essen kommen, zählen wir schon gar nicht mehr“, sagt er und winkt mit der Hand ab. Und seine Frau ergänzt: „Wir sehen uns als kleines Tierheim. Und wir haben die Tiere auch lieb, aber irgendwann ist einfach genug.“

Ihre vier Tiere und die sechs „Dauergäste“ haben sie sterilisieren lassen, damit sie keine Kleinen werfen und am Ende noch mehr Tiere ins Haus kommen. Doch die Sterilisierung kostet bei Katzen 90 Euro und bei Katern zwischen 30 und 50 Euro. „Die Sterilisierung des Weibchens kostet mehr als die Kastrierung des Männchens, weil der Aufwand größer ist“, erklärt der Katzenvater. Insgesamt haben sie mehr Katzen als Kater sterilisieren lassen, da die Katzen zutraulicher und leichter zu fangen seien. Doch auf Dauer geht es ans Portemonnaie. Aus diesem Grund haben sie sich auf der jüngsten Ortschaftsratsitzung am Dienstag in Kakerbeck an Ortsbürgermeister Ulf Kamith gewandt und ihn gefragt, ob er nicht die Stadt fragen könnte, ob sie nicht die Kosten für die Sterilisierung übernehmen oder sich zumindest daran beteiligen könnte. „Die Futterkosten von 150 Euro im Monat decken wir selber ab“, so Thomas Voth. Bisher haben sie sich mit ihren Anliegen noch nicht an die Stadt gewand. Sie wollten erst mit dem Ortsbürgermeister sprechen, so das Ehepaar.

Ortsbürgermeister Ulf Kamith hat das Anliegen des Ehepaares zur Kenntnis genommen. Ob die Stadt die Sterilisierung finanziell übernehmen oder sich daran beteiligen wird, bleibt derzeit noch offen. Wir lange Familie Voth finanziell die Kosten tragen kann allerdings auch.

Von Marilena Berlan

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