Impfzentrum in Kakerbeck ist auf ein erhöhtes Impfpensum vorbereitet

„Wir könnten das Doppelte impfen“

Bevor es zur Impfung geht, muss sich jeder anmelden.
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Doreen Körber (v.r.) aus Apenburg erhält ihre erste Impfung. Christina Angrich und Paula Heese nehmen ihre Anmeldung auf.
  • vonLina Wüstenberg
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Im Kakerbecker Impfzentrum werden täglich bis zu 150 Menschen mit Biontech geimpft. Seit der vergangenen Woche hat das Impfzentrum fünf Tage die Woche geöffnet.

Kakerbeck – „Einsatzfähig sind wir seit dem 15. Dezember. Anfang März haben wir die erste Impfung verabreicht und seit Mitte April sind wir ein offizielles Impfzentrum“, erinnert sich der Leiter Yves Müller.

Das Kakerbecker Impfzentrum befindet sich im Dorfgemeinschaftshaus. „Das Gebäude ist barrierefrei und für alle gut zu erreichen. Außerdem funktioniert das Einbahnstraßensystem hier sehr gut“, erklärt Yves Müller. Auch befindet es sich verkehrsgünstig direkt an der Bundesstraße 71.

„Seit der vergangenen Woche impfen wir an fünf Tagen die Woche. Davor hatten wir an zwei Tagen offen“, sagt Müller. Das liegt zum einen daran, dass das Impfzentrum mehr Impfstoff zur Verfügung hat und zum anderen ist das dezentrale Impfen in den Seniorenheimen abgeschlossen. „Wir könnten das auch auf sechs Tage erweitern. Darauf wären wir vorbereitet“, so der 50-Jährige.

Im Kakerbecker Impfzentrum arbeiten täglich fünf bis sechs Helfer und ein Arzt. Das hängt immer davon ab, wie viele Termine am Tag vergeben wurden. Dafür wurde auch der Bundeswehreinsatz verlängert. „Seit dem 1. Juni haben wir zwei zusätzliche Helfer erhalten“, sagt Müller.

Seit der Aufhebung der Impfpriorisierung kann sich jeder, der über 16 Jahre ist, impfen lassen. Es wird jetzt auch keine Bestätigung vom Arzt oder dem Arbeitgeber mehr benötigt. „Beim Alter ist keine Grenze gesetzt. Es ist nach oben offen, wer kommt“, so Müller. Die meisten stammen aus der Gegend und nur wenige seien aus anderen Regionen.

„Wir impfen täglich an die 150 Menschen. Aber wir könnten auch das Doppelte impfen“, erklärt Müller. Aktuell wird in Kakerbeck auch nur Biontech geimpft. „Astrazeneca haben wir nur am 16. und 17. April geimpft. Das war eine einmalige Aktion. Ansonsten erhalten wir ausschließlich Biontech“, erklärt Yves Müller.

In den vergangenen Wochen gab es für Wahlhelfer und auch Feuerwehrleute eine Sonderaktion, bei der diese Berufsgruppe besonders geimpft wurde. „Das waren dann 130 Feuerwehrleute und um die 200 Wahlhelfer“, erinnert sich Müller.

Die Terminvergabe läuft über ein Online-Portal ab. Die freien Termine werden von Yves Müller für den Tag freigeschaltet. „Es kommt aber auch vor, dass manch einer spontan vorbeikommt. Wenn diese Person über 60 Jahre ist, kann sie sich auf die Warteliste setzen lassen“, sagt der Leiter. Die Warteliste ist nach Alterskriterien geordnet. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn am Ende des Tages Impfstoff übrig bleibt. Das kommt an vier von fünf Tagen vor. Wenn das der Fall ist, muss die Person innerhalb von 30 Minuten beim Impfzentrum sein.

Die typischen Impfnebenwirkungen wie Schüttelfrost oder leichtes Fieber treten bei den meisten nach der zweiten Impfung auf. „In Kakerbeck hatten wir einen Fall, dass es jemandem direkt nach der Impfung schlecht ging. Das lag aber eher an den Umständen und nicht an der Impfung direkt“, erklärt Yves Müller.

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