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Das Glück in der Altmark

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Von: Ina Tschakyrow

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Eine Frau zeigt Bilder
Tourist-Info-Leiterin Jessica Baldauf half beim Aufhängen der Bilder im Rathaus in Kalbe. © Ina Tschakyrow

Ansichten von Kirchen, Mühlen und Landschaften: Klaus Wilhelm fertigte 250 Bilder mit Motiven aus der Altmark an, während er in den 1990er Jahren in der Altmark reiste. Die Bilder sind nun im Rathaus in Kalbe ausgestellt.

Kalbe – Klaus Wilhelm war in den 1990er Jahren sehr oft in der Altmark unterwegs, erzählt seine Tochter Gesa Wilhelm-Kazmann. Zu Lebzeiten wohnte ihr Vater im östlichen Teil der Lüneburger Heide. „Er war von der Natur, den Dörfern in der Altmark begeistert“, so Gesa Wilhelm-Kazmann. Er begann zu malen. Es entstanden sehr viele Bilder, „ich wusste nicht, wie viele“, sagt Gesa Wilhelm-Gazmann. Es sind insgesamt 250 Bilder.

Auf den Bildern sind die Kirchen zu sehen, an denen ihn seine Wanderungen vorbeiführten, Mühlen, historische Gebäude und Dorfansichten. Unterwegs nahm Klaus Wilhelm oftmals seine Utensilien zum Malen heraus, um das, was er sah, zu malen. Es sind Tuschezeichnungen, meistens in Schwarz-Weiß. Einige der Bilder sind auch aquarelliert und in dezenten Farben gehalten, erzählt die Tochter.

Seit dem vergangenen Freitag sind Zeichnungen im Rathaus in Kalbe ausgestellt. Bis zum 30. September können sich Besucher die etwa 50 Bilder zu den Öffnungszeiten des Rathauses ansehen. In beiden Etagen hängen die Bilder. In der unteren Etage sind Ansichten aus der Einheitsgemeinde Kalbe, die vor allem die Kirchen in den Ortschaften zeigen, zum Beispiel Kahrstedt, Engersen, Altmersleben und Kakerbeck, aber auch die Burg in Kalbe, die Bockwindmühle in Jeetze oder eine Ansicht bei Güssefeld. In der oberen Etage hängen Bilder mit Motiven aus der östlichen Altmark.

„Er war immer auf der Suche nach dem Glück“ soll Klaus Wilhelm einst auf die Frage geantwortet haben, warum er so viele Bilder von der Altmark anfertigte. Sie könne sich vorstellen, sagt Gesa Wilhelm-Kazmann, dass ihr Vater hier tatsächlich das Glück gefunden habe. Denn sonst hätte er nicht so viele Ansichten von der Altmark gemalt. „Vielleicht kann der Betrachter das, was mein Vater in der Altmark entdeckt hat, noch in den Bildern entdecken“, wünscht sich Gesa Wilhelm-Kazmann.

Sie erzählt, dass der zweite Teil der Ausstellung ab Sonnabend, 2. April, in der Klosterkirche in Diesdorf zu sehen sein wird. Gesa Wilhelm-Kazmann war selbst viel in der Altmark. „Das ist eine wunderschöne Landschaft, in der es viel zu entdecken gibt.“ Darauf möchte sie die Betrachter der Bilder aufmerksam machen.

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