Holländische Euro für die Rumänienhilfe

Im Rahmen des gemeinsamen Gottesdienstes in Winkelstedt stellten sich die Gäste aus Zuidhorn und ihre Freunde aus dem Pfarrbereich Kakerbeck am Sonntag zum Erinnerungsfoto auf.

Kakerbeck / Winkelstedt - Von Conny Kaiser. Im nächsten Jahr feiern sie das 20-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft: Die Christen der evangelischen Gemeinde Zuidhorn in Holland und die Christen des Pfarrbereiches Kakerbeck. Und diese Partnerschaft, sie wurde am vergangenen Wochenende ein weiteres Mal vertieft. Da nämlich besuchten die Niederländer die Altmark.

Sie werden möglicherweise mit einer Tradition brechen. Nämlich mit der, sich alle zwei Jahre gegenseitig zu besuchen. Weil im nächsten Jahr das Jubiläum der Partnerschaft mit der evangelischen Gemeinde Zuidhorn ansteht, könnte es sein, dass die Kakerbecker bis zu ihrem Gegenbesuch keine zwei Jahre warten, sondern dass sie bereits 2011 ins Nachbarland reisen.

Entsprechende Überlegungen wurden am Wochenende getätigt. Und zwar gemeinsam mit den Freunden aus Zuidhorn. Die weilten nämlich zu ihrem traditionellen Vier-Jahres-Besuch in der Altmark.

Am Freitagabend waren die elf Holländer von ihren Gastgebern in Empfang genommen worden. Zwei von ihnen wurden dabei erstmals in Kalbe untergebracht. Denn dort befindet sich inzwischen der Wohnort des Kakerbecker Pfarrers Dieter Borchert. Er, der im Herbst die Kalbenser Pfarrstelle übernehmen wird, war einer der insgesamt fünf Quartiergeber. Seine künftige berufliche Herausforderung bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass er sich dann aus der Partnerschaft mit Zuidhorn zurückziehen muss. Denn die endgültige Entscheidung darüber, ob die Betreuung des Pfarrbereiches Kakerbeck auch weiterhin zu seinen beruflichen Aufgaben zählen wird, steht bislang noch aus.

Am Wochenende jedenfalls genossen der Pfarrer und andere Christen des Bereiches Kakerbeck die gemeinsamen Stunden mit den holländischen Freunden. Ihnen wurden unter anderem das malerische Örtchen Hundisburg bei Haldensleben sowie auf der Rückfahrt die Schlosskirche zu Letzlingen gezeigt. Der dortige Stopp wurde aber auch noch für etwas anderes genutzt. Seit vielen Jahren unterstützen nämlich die Christen diesseits und jenseits der Landesgrenze gemeinsam das Rumänienhilfsprojekt Zvoristea, in dem sich das Letzlinger Ehepaar Edith und Herbert Bartel sehr engagiert. Und diesem überreichten die Gäste aus Holland am Sonnabend die stolze Summe von 1 000 Euro für den nächsten Hilfstransport.

Am Sonntag gab es dann in der Kirche zu Winkelstedt – der Ort gehört zum Pfarrbereich Kakerbeck – einen gemeinsamen Gottesdienst, bevor es nach dem Mittagessen im Gemeindehaus Kakerbeck wieder Abschied nehmen hieß. Aber bis zum Gegenbesuch dauert es dann ja womöglich ausnahmsweise keine zwei Jahre…

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