Einwohner erzählen über Zukunft der Stadt

Hörspaziergang über die Zukunft von Kalbe

Vier Menschen stoßen auf Hörspaziergang in Kalbe an
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Projektkoordinatorin Marion Dunkert (v.l.) stieß mit den Autoren Martin Schnippa, Anton Rose und Niki Neecke zum Auftakt des Hörspaziergangs an.
  • Ina Tschakyrow
    VonIna Tschakyrow
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Wie sieht es in Kalbe im Jahr 2030 aus? Das können Einwohner beim Hörspaziergang durch die Mildestadt erfahren. Den Auftakt gab es am Sonnabend. Drei Autoren haben dazu seit Juni Gespräche mit Kalbensern geführt.

Kalbe – „So sieht also das Kalbe der Zukunft aus. Wow. Also zumindest ungefähr. So wahnsinnig viel hat sich auf den ersten Blick gar nicht geändert. Aber wenn man genau hinschaut, kann man hier überall schon die Zukunft erkennen“, sagt Martin Schnippa. Er spricht den Text für den Hörspaziergang durch Kalbe.

Martin Schnippa, Anton Rose und Niki Neecke haben sich mit der Zukunft der Mildestadt auseinandergesetzt. Die drei Autoren, die in Berlin wohnen, haben Kalbenser seit Juni interviewt. Sie wollten herausfinden, wie das Verhältnis der Einwohner zu Kalbe ist. Wie sie die Stadt sehen und wie sie sich in der Stadt sehen, erklärt Anton Rose: „Wie denken die Leute von hier über Kalbe?“ Es geht um die Pläne, Hoffnungen und Befürchtungen der Einwohner für Kalbe.

Die drei Autoren haben sich mit jungen und älteren Einwohnern, mit Frauen, Männern, Geschäftsinhabern, Stadtratsmitgliedern, Künstlern, Handwerkern und vielen weiteren Menschen unterhalten. Die meisten Kalbenser wurden auf der Straße angesprochen, andere Einwohner wurden gezielt ausgesucht. Es sollte ein demografisches Abbild der Einwohner sein.

Und wie sehen die Kalbenser ihre Stadt im Jahr 2030? Martin Schnippa erzählt, dass die Idylle nicht verloren gegangen ist und die Struktur erhalten geblieben ist. Aber wenn Häuser nicht instand gehalten werden, verfallen sie. Ein Blick in ein Haus, bei dem es so aussieht, als wollte es jemand renovieren. Die Rückseite des Hauses ist fast nicht zu sehen, weil dort viele Pflanzen wachsen. Die Natur hat sich den Raum wieder zurückgeholt. Vielleicht ist das Haus in ein paar Jahren noch mehr verfallen oder renoviert, erzählt Martin Schnippa, während es zu einer Brücke geht. Viele Kalbenser hätten gesagt, dass sich am besten gar nicht so viel ändert. Sie lieben die Nähe zur Natur, die Ruhe und die vielen Brücken. Mehr Arbeitsplätze, die Buslinie 100 und einige Sanierungen wünschen sie sich, ansonsten gibt es in der Stadt schon vieles, was man braucht.

Und wie finden die drei Autoren Kalbe? „Sehr schön, es ist hier einladend“, sagt Anton Rose, die Menschen sind „offen und sehr freundlich“. Aber, ergänzt Niki Neecke, es gibt auch viele leer stehende Gebäude. Es habe sich aber auch herausgestellt, dass die Menschen eine Entwicklung möchten, aber im Kern solle die Stadt so bleiben, erzählt er weiter.

Die Idee des Hörspaziergangs hatte die Künstlerstadt Kalbe. Projektkoordinatorin Marion Dunkert erzählt, dass überlegt wurde, welche Formate während der Corona-Pandemie ohne Gefahr durchführbar sind, so wie ein Hörspaziergang, der auch „ein tolles Kunsterlebnis ist“. Am Sonnabend gab es den ersten Hörspaziergang, der über das eigene Smartphone oder über Audiowalk-Geräte, die es zu den Öffnungszeiten bei der Künstlerstadt im Büro oder in der Galerie „die 8“ gibt, angehört werden kann. Der Hörspaziergang kann über die Internetseite der Künstlerstadt Kalbe heruntergeladen werden.

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