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Höhere, aber weniger Windräder bei Kakerbeck geplant

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Von: Ina Tschakyrow

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Windräder stehen an mit Raps und Getreide bewirtschafteten Äckern.
Im Windpark Neuendorf-Kakerbeck sollen zukünftig nur noch sieben Windräder stehen. © Monika Schmidt

Im Windpark Neuendorf-Kakerbeck sollen höhere, aber weniger Windräder stehen. Damit die Windkraftanlagen aufgestellt werden können, muss zunächst einem Antrag zugestimmt werden, mit dem die Höhebegrenzung angepasst wird.

Kakerbeck – Derzeit sind die Windkraftanlagen im Windpark Neuendorf-Kakerbeck 150 Meter hoch. Dort sollen nun durch das Repowering Windräder aufgestellt werden, die 160 Meter hoch sind, wie Kalbes Bauamtsleiter Thomas Kräuter im Bauausschuss am Dienstagabend informierte.

Die derzeitige Höhenbegrenzung sei ein Hindernis für die Wirtschaftlichkeit von Windkraftanlagen. Deswegen hat der Betreiber einen entsprechenden Antrag gestellt, der beim Repowering eine Änderung der Höhe bzw. eine Aufhebung der Höhenbegrenzung vorsieht. Damit könnten neue und modernere Windkraftanlagen aufgestellt werden. Im Windpark Neuendorf-Kakerbeck sollen dann sieben Windräder stehen. Derzeit gibt es 27 Windkraftanlagen. Auch die Fläche, auf denen die Windräder stehen, wird verkleinert.

Über das Vorhaben wurde auch schon im Kakerbecker Ortschaftsrat informiert, teilte Ortsbürgermeister und Vorsitzender des Bauausschusses, Ulf Kamith, mit. Es gebe sowohl Vor- als auch Nachteile und er machte deutlich, dass der Betreiber „so viel wie möglich aus der Windkraftanlage herauskriegen möchte“. Ulf Kamith informierte weiter, dass sich ein Bürger bereits die neuen Windräder angesehen habe, die sich Interessierte an der Nordsee anschauen können, da es dort ein Modellprojekt gebe.

„Aus der Erfahrung heraus kann es sein, dass die Windkraftanlagen ein bis zwei Dezibel lauter sind“, sagte Thomas Kräuter. Er ergänzte, dass sich der Abstand zu Siedlungsflächen aber vergrößert. Dennoch forderte der Bauamtsleiter vom Betreiber ein Gutachten für die Geräuschemission, dem auch die Mitglieder des Bauausschusses zustimmten.

Es soll in dem Gutachten dargestellt werden, erklärte Thomas Kräuter, wie die Geräuschemission der neuen gegenüber der bestehenden Windkraftanlage ist. Da sich die Windräder von 27 auf sieben reduzieren, sei aber davon auszugehen, dass „es nicht lauter wird“. „Den Nachweis wollen wir trotzdem haben“, verdeutlichte Kalbes Ortsbürgermeister Heiko Gabriel.

Fraglich sei allerdings noch, ob das Gutachten bis zur nächsten Stadtratssitzung vorliege, wenn von den Mitgliedern über den Antrag abgestimmt werden soll, wofür auch der Flächennutzungsplan entsprechend angepasst werden muss.

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