Adressänderungen: Ansturm im Meldeamt / Briefkästen und Hausnummern eindeutig beschriften

„Hier herrschte das reinste Chaos“

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Wegen Adressänderungen zum Jahreswechsel kamen in den vergangenen Tagen zahlreiche Kalbenser zu Elke Buthut in das Einwohnermeldeamt, um ihre Ausweise aktualisieren zu lassen.

Kalbe. Mit einem wahren Sturmlauf war Elke Buthut in der vergangenen Woche konfrontiert. „Hier herrschte das reinste Chaos, es war schrecklich voll“, erzählt die Mitarbeiterin des Kalbenser Einwohnermeldeamtes.

Der Ansturm im Einwohnermeldeamt kam für Buthut allerdings alles andere als unerwartet, und er war auch keineswegs ungewollt. Denn nach der Änderung von insgesamt 61 Straßennamen in der Einheitsgemeinde, neuen Hausnummerierungen in einigen Ortschaften und geänderten Postleitzahlen in Engersen und Jeggeleben, seien die Bürger ausdrücklich angehalten, ihre Ausweise ändern zu lassen, so Buthut. Diesem Aufruf sind viele Kalbenser offenbar bereits gefolgt.

Für alle anderen gilt: Bis Ende Februar sollte jeder, der von einer Adressänderung betroffen ist, seine Papiere von den Mitarbeitern der Verwaltung umschreiben lassen.

Möglich ist das während der regulären Sprechzeiten im Kalbenser Rathaus sowie während der Außensprechstunden, die am kommenden Montag, 16. Januar, im Badeler Dorfgemeinschaftshaus beginnen und am Donnerstag, 15. Februar, letztmalig im Engersener Dorfgemeinschaftshaus angeboten werden (siehe Infokasten rechts neben diesem Beitrag).

Ausschließlich in der Stadtverwaltung können allerdings die neuen elektronischen Pässe beantragt und geändert werden, da allein hier die technische Ausrüstung dafür vorhanden ist.

Im Zusammenhang mit den Adressänderungen weist die Kalbenser Stadtverwaltung noch einmal darauf hin, dass Versender von Briefen und Päckchen ihre Fracht stets mit einem vollständigen Namen versehen sollten. Zusteller wie die Deutsche Post oder die Biberpost seien angehalten, uneindeutige Sendungen im Zweifelsfall nicht zuzustellen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Auch Postkästen sollten jeweils mit dem vollständigen Namen versehen werden. Bei mehreren Bewohnern mit gleichem Familiennamen in einem Haus sollten – um Fehler zu vermeiden – in jedem Fall auch die Vornamen auf den Postkästen erscheinen. Nicht zuletzt müssen die von Änderungen ihrer Hausnummer betroffenen Einwohner der Einheitsgemeinde auch ihre Hausnummern aktualisieren. Dabei sei die alte Hausnummer „lesbar abzukleben und die neue Hausnummer anzubringen“, so die Stadtverwaltung. Die neue Hausnummer sei so zu installieren, dass sie noch von der Mitte der Straße aus gut sichtbar sei. Die alte Hausnummer müsse gesetzlich geregelt dennoch für eine Übergangszeit von einem Jahr am Haus verbleiben, heißt es.

Die Adressänderungen auf dem Gebiet der Einheitsgemeinde Kalbe waren notwendig geworden, nachdem im Zuge Gebietsreform Straßennamen doppelt in der Kommune vorkamen. Diese Dopplungen, aber auch bestehende Hausnummerierungen in einigen Ortschaften, hatten Postzusteller und Rettungsdienste in der Vergangenheit wiederholt vor Probleme gestellt. So kamen Briefe und Päckchen wiederholt nicht an oder gerieten an den falschen Empfänger.

Von Alexander Walter

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