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Hamburger Wehr siegt beim August-Ernst-Pokal in Kakerbeck

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Von: Ina Tschakyrow

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Erste Hilfe Maßnahme wird geübt
Die Kakerbecker Felix Täger und Sascha Franzl zeigten an Lotta Siede Erste Hilfe Maßnahmen durch. © Ina Tschakyrow

Der 19. August-Ernst-Pokal fand am Wochenende in Kakerbeck statt. Beim bundesweiten Wettbewerb für Jugendfeuerwehren machten aus der hiesigen Region Teams aus Kakerbeck, Wiepke und Jävenitz mit.

Kakerbeck – Josi Richen gab konzentriert über ein Funkgerät erste Anweisungen an Kim Köthke und Vincent Peine. Die beiden Mitglieder der Jävenitzer Jugendwehr standen mit verbundenen Augen auf dem Parkplatz des Kakerbecker Feuerwehrgerätehauses und begannen nach dem Startsignal und weiteren Anweisungen von Josi Richen mit ihrer Aufgabe. Zunächst rollte Kim Köthke vom Standrohr den B-Schlauch über den Platz aus, Vincent Peine holte den Verteiler, der an den Schlauch angebracht wurde, anschließend daran der ausgerollte C-Schlauch und schließlich die Tragkraftspritze, um dann nach ein paar Metern zwischen zwei Stangen in Angriffsstellung zum Stehen zu kommen. Dann stoppte die Zeit und diese Station war für das Team aus Jävenitz beendet. „Das war ganz gut“, sagte Wehrleiter Sven Kozisnik stolz. Die Jävenitzer machten am Sonnabend beim August-Ernst-Pokal mit.

Erstmals in Kakerbeck

Der Wettbewerb der Jugendfeuerwehren fand zum 19. Mal und erstmals in Kakerbeck und damit auch erstmals in Sachsen-Anhalt statt. Es nahmen insgesamt zwölf Mannschaften am Wettkampf mit dreitägigem Zeltlager aus ganz Deutschland teil: aus Bothkamp, Kakerbeck, Sülldorf-Iserbrook, Wankendorf, Wittlich, Torgelow, Suckow, Blumenthal, Lichtenrade, Salzgitter Barum, Wiepke, Jävenitz und Kiel-Moorsee. Damit machten auch drei Teams aus der Altmark mit. Die Kakerbecker Jugendwehr schon zum achten Mal, sagte Wehrleiter Ulf Kamith.

40 Helfer unterstützten

Beim Durchführen des Wettbewerbs unterstützten etwa 40 Helfer, davon viele Eltern und Frauen aus dem Dorf, die für die Verpflegung zuständig waren. Es gab einen Shuttle-Service und Helfer, die die Laufzettel der Teams mit den Ergebnissen einsammelten. Dazu kamen Statisten aus Kakerbeck wie Lotta Siede und Fiona Gebbert. Sie stellten an einer Station Personen dar, die aus dem Wasser gerettet werden mussten. Als die Feuerwehr eintraf, führte diese Erste-Hil-Maßnahmen durch, da die Person nicht ansprechbar war. Ob die Mitglieder der Jugendwehr dabei richtig vorgingen, wurde von den Schiedsrichtern bewertet und entsprechende Punkte verteilt. Insgesamt gab es 15 Stationen. Eine weitere war beispielsweise Hinkelstein stoßen. Dabei musste entweder ein großer Stein für die doppelte Weite oder ein kleiner Stein für die einfache Weite gerwertet werden. Von 200 Metern wurden die gestoßenen Weiten aller Teammitglieder abgezogen, sodass die Gruppe mit der kleinsten Endweite gewann. Weiterhin mussten ein Löschangriff aufgebaut, Nudelsorten erkannt, mit einem Greifzug gearbeitet und eine mathematische Gleichung gelöst werden, nannte Ulf Kamith einige Stationen. Diese kannten zuvor nur die Schiedsrichter. Die Organisatoren um René Junker von der Feuerwehr Oldenfelde Siedlung aus Hamburg, die seit 1977 diesen Wettkampf betreut, hatten sich die Aufgaben überlegt, bei denen es vor allem um Brandschutz, technische Hilfe und Erste Hilfe ging, aber auch um Allgemeinwissen, die im Team erledigt werden sollten.

Den ersten Platz belegte die Jugendwehr Sülldorf-Iserbrook (Hamburg). Zweiter wurde das Team aus Torgelow. Dritter wurde die Jugendwehr Wittlich. Die Jävenitzer belegten den vierten Platz. Das Team aus Wankendorf wurde Fünfter. Auf dem sechsten Platz landeten die Jugendwehren aus Kakerbeck und Blumenthal. Achter wurde das Team aus Suckow. Die Jugendwehr Lichtenrade belegte Platz 9. Zehnter wurde die Mannschaft aus Wiepke. Kiel-Moorsee belegte Platz 11 und Platz 12 das Team aus Bothkamp.

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