Müll am Weg soll verschwinden

Hagenauer sind zu einer Aufräumaktion an diesem Sonnabend aufgerufen

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Angelika Scholz (links), Helmut Bach und Sigrid Gühne ärgern sich über den Müll am Weg zwischen Hagenau und Gladigau. Dieser soll am Sonnabend von vielen Helfern mit vereinten Kräften entrümpelt werden. 

Hagenau – „Die einen reden über Umweltschutz, wir machen jetzt einfach“, sagt Sigrid Gühne. Die Hagenauerin meint damit eine Aufräum-Aktion, die an diesem Sonnabend ab 9 Uhr stattfindet.

„Der Auslöser war das hier“, sagt Helmut Bach und schaut kopfschüttelnd auf die Fläche zwischen den Büschen an der Augraben-Brücke zwischen Hagenau und Gladigau.

Dort liegen mehrere Säcke gammelnden Hausmülls, Plastikmüll, eine Tüte Nivea-Schampoo-Flaschen, ein Reifen, der schon Moos angesetzt hat. Spiegel liegen auch da – „Die sind frisch. Letztens bin ich erst hier gejoggt, da lagen die noch nicht“, meint Angelika Scholz. „Die Leute bilden sich ein: Wo ein Haufen ist, kann man ja einfach immer nachkippen“, ärgert sich Sigrid Gühne. Sie ist Mitglied der Hagenauer Jagdgenossenschaft.

Auf der jüngsten Versammlung kam die Idee für die Müllsammelaktion auf. Eine solche hatte es schon einmal gegeben, allerdings ist das viele Jahre her. Doch mittlerweile „tut es wieder Not“, so Helmut Bach, stellvertretender Ortswehrleiter in Hagenau. Aufgeräumt werden soll der ganze ländliche Weg, bzw. die Büsche entlang des Weges von der Augraben-Brücke aus, die auch der Treffpunkt um 9 Uhr ist, in Richtung Hagenau und wenn Zeit ist, auch ein Abschnitt des Beeser Weges von Hagenau in Richtung Beese. „Es kommt auf die Hilfe und Unterstützung an“, so Sigrid Gühne.

Es sollen natürlich so viele Hagenauer wie möglich mit anpacken, „wir sind nicht böse, wenn auch Gäste von außerhalb kommen und helfen“, sagt Helmut Bach. Schließlich wird der Weg nicht nur von Hagenauern genutzt. Er ist Teil der Milde-Biese-Aland-Tour, „letztes Jahr waren wirklich viele Fahrradgruppen hier“, erzählt Sigrid Gühne.

Sie habe die Radfahrer auch regelmäßig getroffen, sich unterhalten und die Möglichkeit gegeben, das WC im Dorfgemeinschaftshaus zu nutzen, denn Hagenau ist Stütz- und Haltepunkt an der Route. Auch deshalb sei der zugemüllte Zustand an dem Weg nicht akzeptabel. Denn repräsentativ ist etwas anderes.

Bei der Aktion unterstützt ein ansässiger Landwirt mit Technik, der Bauhof der Stadt und dann auch hoffentlich viele helfende Hände, die im Gegensatz zu den Müllabladern ein Bewusstsein für Umwelt haben.

VON HANNA KOERDT

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