1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Kalbe

Grundschule Brunau: Bauplaner sind „vorsichtig optimistisch“

Erstellt:

Von: Hanna Koerdt

Kommentare

Sanierung an Grundschule
Anstelle des alten Brunauer Hortes steht nun ein neues Gebäude als Anbau an der Grundschule. Im neuen Gebäude haben die Schüler und Hortkinder künftig ihre Aula. © Hanna Koerdt

Einst sollte der Umbau der Grundschule und des Hortes in Brunau unter einer Million Euro kosten, inzwischen werden es wohl zwei Millionen. Die Bauarbeiten laufen, die Schüler sollen möglichst nach den Sommerferien einziehen.

Brunau – Sofern die baulichen Voraussetzungen auf eine Weise gegeben sind, dass keine Unfallgefahr besteht, erklärte am Donnerstag Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth während der Sitzung des Stadtrates, sollen die Brunauer Grundschüler direkt nach dem Ende der Sommerferien auch tatsächlich in Brunau und nicht mehr in die Ersatzschule in Kalbe gehen. „Die Bauplaner sind vorsichtig optimistisch, dass es gelingt“, berichtete Ruth. Unter Hochtouren wird gearbeitet, es könnte aber sein, dass noch letzte Arbeiten erfolgen müssen, wenn das neue Schuljahr schon begonnen hat. Der Stadtrat machte sich vor der Sitzung auch selbst ein Bild von der Baustelle.

Wo einst das Hortgebäude stand, als Anbau an der Grundschule, steht jetzt eine große Aula, die die Stadträte am Donnerstag vor der Sitzung im Brunauer Vereinshaus erstmals betraten.

Noch sind das neue und alte Gebäude Baustellen, es gehe aber gut voran, erklärte Martina Näfe, die in der Kalbenser Stadtverwaltung für den Bereich Hochbau zuständig ist und die Bauarbeiten fachlich begleitet. Komplett neu gebaut wurden die Aula und eine Ausgabeküche, im eigentlichen Grundschulgebäude gibt es aber auch weitreichende Veränderungen. Der Flur musste aus brandschutztechnischen Gründen unterteilt werden, damit ein eventuelles Feuer von den Kindern abgeschottet wird und sie sicher nach draußen kommen. Dafür gibt es Brandschutztüren, die automatisch schließen, Notausgänge und eine Nottreppe. In den Räumen des Erdgeschosses des Schulgebäudes werden zwei Horträume sein, ein Werk- und ein Zeichenraum sowie ein Aufenthaltsraum mit Bibliothek. Die letzteren drei Räume werden doppelt, also von Schülern und Hortkindern genutzt. Im oberen Geschoss der Schule werden die Klassenräume sein.

Als vor mehreren Jahren die ersten Planungen zu baulichen Veränderungen an der Grundschule in Brunau anstanden, rechnete man noch mit Kosten von knapp 800.000 Euro, es wurde von ein paar brandschutztechnischen Veränderungen ausgegangen und einer Ebnung des Hortgebäudes. Die Pläne veränderten sich irgendwann deutlich, inzwischen wird quasi die gesamte Schule saniert, was die Kosten auf voraussichtlich 2 Millionen Euro erhöht.

Eine Förderung für das Bauprojekt, die die Stadt nutzt, beträgt lediglich 173.000 Euro. 1,5 Millionen Euro wurden bisher in den Haushalten eingestellt, für das kommende Jahr sind weitere 500.000 Euro eingeplant, denn es sollen noch das Dach der Grundschule erneuert, die Fassade gedämmt und gestrichen und ein neuer Spielplatz für die Kinder auf dem Schulhof gebaut werden. Aktuell gebe es im Rathaus aber auch Überlegungen, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schule errichten zu lassen und die Anlage zu verpachten. Statt Pachteinnahmen über die nächsten rund zwei Jahrzehnte, wäre auch eine Einmalzahlung bzw. Übernahme der Kosten für diese drei Baumaßnahmen denkbar, wodurch die Stadt die 500.000 Euro im kommenden Haushaltsjahr sparen bzw. anders verwenden könnte. Eventuell könnten die Maßnahmen dann auch früher als geplant erfolgen.

Die Kosten des Schulumbaus haben sich aber auch erhöht, weil unvorhergesehene Mängel am Gebäude ans Licht kamen, die vor den Bauarbeiten so nicht sichtbar waren. Beispielsweise hatte die Wand an der Treppe Risse und musste vorgezogen werden, es gab an anderen Wänden Feuchtigkeit, einige Böden waren nicht ebenerdig und auch sonst nicht mehr haltbar, zählten Martina Näfe und Bauamtsleiter Thomas Kräuter auf.

Aktuell haben Maler- und parallel dazu Fließenarbeiten begonnen, final werden die Ausbaugewerke erfolgen, wie das Montieren der Lampen, Lichtschalter, Steckdosen und Co., sowie die Montage der Sanitärausrüstung.

Wenn die Arbeiten erfolgen wie geplant, dann soll es am Sonntag, 25. September, ein Dorf- und Einweihungsfest der Grundschule in Brunau geben.

Auch interessant

Kommentare