Brücke nach Erneuerung offiziell übergeben / Ruth: Zeitliche Umsetzung des Förder-Projektes „rekordverdächtig“

Goliathbrücke: Wein soll noch ranken

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Die Goliathbrücke wurde erneuert und damit das Fortbestehen der Milde-Biese-Aland-Tour gesichert. Darüber freuten sich gestern bei der Übergabe Vertreter der Stadt, des Altmärkischen Tourismusvereins Kalbe sowie der Raiffeisenbank Kalbe-Bismark.

Kalbe. Er wolle sich in besonderer Weise für den „ganz persönlichen Einsatz“ von Dieter Schulze bedanken, sagte gestern Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth zum Vorstandsvorsitzenden der Raiffeisenbank Kalbe-Bismark.

Denn dieser hatte sich starkgemacht dafür, dass der Antrag auf Förderung über die VR-Stiftung für die Erneuerung der Goliathbrücke bewilligt wird, wo gestern eine offizielle Übergabe gefeiert wurde.

Die VR-Stiftung fördert nur Projekte, die überregional von Bedeutung sind. Und das ist bei der Goliathbrücke der Fall, denn sie ist Bestandteil der Milde-Biese-Aland-Tourstrecke, der von Radwanderern benutzt wird und hochführt zum Elberadweg. Ins Leben gerufen wurde die Strecke, damals noch als Milde-Biese-Tour, vom Altmärkischen Tourismusverein Kalbe, der im Oktober 2017 als Initiator auch den Antrag für die Brückenerneuerung stellte. „Ausgerechnet uns hatte es erwischt“, so Ruth bezüglich der stark maroden Goliathbrücke. Die Stadt selbst hätte die Brücke, auch wenn sie touristisch von großer Bedeutung ist, wohl die „nächsten fünf Jahre“ nicht angefasst, denn die Kommune muss bei den anstehenden Brückensanierungen die Bauwerke priorisieren, die verkehrstechnisch von Belang sind. Dank des Tourismusvereins sowie der Raiffeisenbank, die neben der Spende der Stiftung von 7668 Euro auch selbst zusätzliche 852 Euro für die Erneuerung spendete, sei der Stadt eine Last abgenommen worden, dankte Ruth auch im Namen des Stadtrates.

Erst im Oktober hatte der Tourismusverein den Antrag gestellt, der Mitte November auch bewilligt wurde. Und bereits im Januar wurde die Brückenerneuerung beendet, was fast schon „rekordverdächtig“ sei, so Karsten Ruth. Die Schnelligkeit freute auch Melissa Schmidt vom Tourismusverein, die die beiden symbolischen Spendenschecks der Raiffeisenbank Kalbe-Bismark und der VR-Stiftung entgegennahm und sich ebenfalls bei Dieter Schulze und Uli Jelinski bedankte: „Wir haben dafür gerne auf unsere Bänke verzichtet“, so Schmidt im Hinblick darauf, dass die Raiffeisenbank seit mehreren Jahren dem Verein Geld spendet für die Anschaffung neuer Sitzbänke für die Kalbenser Ostpromenade, stattdessen diesmal aber die Brücke bezuschusste.

Mancher mag die Ästhetik der neuen Brücke beanstanden, allerdings entspricht sie den gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Sicherheit. Zum Beispiel darf kein einfacher Handlauf mehr angebracht werden, weil sonst Kinder durchfallen könnten. Zeitnah werden an dem Geländer noch Weinreben gepflanzt, die dort ranken sollen. So wird sich die Brücke verschönern und in die Natur einfügen.

Von Hanna Koerdt

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